Hunger ist komplex – und die Lösungen sind es auch

Hunger hat selten nur eine Ursache. Armut, fehlende Bildung, mangelnde Gesundheitsversorgung, Klimaveränderungen oder fehlende wirtschaftliche Perspektiven greifen oft ineinander. Entsprechend vielschichtig müssen auch die Lösungen sein.

Genau diesen Ansatz macht „Marys Dorf“ erlebbar. Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Mary und ihrem Dorf in Sierra Leone. Die interaktive Reportage zeigt, wie die Welthungerhilfe Menschen dabei unterstützt, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern – nicht durch kurzfristige Hilfe, sondern durch Maßnahmen, die Betroffene befähigen, selbst langfristige Perspektiven zu schaffen.

Dabei wird transparent vermittelt, wie Entwicklungszusammenarbeit funktioniert, wie Spendengelder eingesetzt werden und welche konkreten Veränderungen dadurch möglich werden.

 

Interaktives Storytelling mit Pageflow

Für die Umsetzung setzte RESULT auf Pageflow, eine der führenden Plattformen für digitales Storytelling. Die Software wird von renommierten Medienhäusern genutzt und ermöglicht multimediale Reportagen, die Text, Bild, Video und Interaktion zu einem immersiven Erlebnis verbinden.

Als eine der wenigen Agenturen in Deutschland verfügt RESULT über umfassende Erfahrung mit Pageflow-Projekten. Unser journalistischer Hintergrund hilft uns dabei, komplexe Themen verständlich, emotional und visuell ansprechend aufzubereiten. Genau diese Kombination passte perfekt zum Ansatz von „Marys Dorf“.

Das Ergebnis ist eine Multimedia-Reportage, die Nutzerinnen und Nutzer nicht nur informiert, sondern sie auf eine Reise mitnimmt – direkt in den Alltag der Menschen vor Ort.

 

 

KI-gestützter Chatbot ergänzt die Reportage

Ein besonderes Element des Projekts ist der eigens entwickelte KI-Chatbot. Konzipiert und umgesetzt von der beteiligten Partneragentur Ketchum, beantwortet er Fragen rund um das Projekt und die Arbeit der Welthungerhilfe.

So können Besucherinnen und Besucher noch tiefer in die Inhalte eintauchen und individuelle Fragen stellen – ein innovativer Ansatz, um Transparenz und Dialog zu fördern.

Ein gemeinsamer Erfolg

Die Welthungerhilfe hatte „Marys Dorf“ für den DPOK eingereicht. Bei der Preisverleihung in Berlin waren Vertreterinnen und Vertreter aller drei Projektpartner vor Ort: Welthungerhilfe, Ketchum und RESULT.

Da die Kategorie NGO erst gegen Ende der Gala verliehen wurde, blieb die Spannung bis zuletzt hoch. Umso größer war die Freude, als unser gemeinsames Projekt tatsächlich ausgezeichnet wurde. Den Award anschließend gemeinsam in den Händen zu halten, war ein besonderer Moment für alle Beteiligten.

Wir sind stolz, Teil dieses erfolgreichen Projekts zu sein – nicht nur wegen der Auszeichnung, sondern vor allem, weil „Marys Dorf“ zeigt, wie digitales Storytelling gesellschaftlich relevante Themen sichtbar machen und Menschen für wichtige Anliegen begeistern kann.

 

Sandra Bullig, Teamleiterin Brand & Content bei der Welthungerhilfe und Mit-Initiatorin des Projekts fasst es in Ihrem LinkedIn-Beitrag so zusammen:

Von Sierra Leone zur Berliner Award-Bühne: Marys Dorf hat den Deutschen Preis für Onlinekommunikation gewonnen #DPOK26! 🤩
In diesem Storytelling-Format erzählen Mary und ihre Familie, wie ein umfassender Projektansatz ihr Leben verändert und wirksam Hunger in ihrem Dorf beendet hat.

Denn Hunger ist vielschichtig. Einfache Lösungen greifen zu kurz, auch in der Kommunikation. Mit Marys Dorf haben wir ein komplexes Projekt der Welthungerhilfe (WHH) nahbar und emotional erlebbar gemacht. Der KI-Chatbot Mabinty beantwortet Fragen der Nutzer*innen rund ums Projekt, um Spenden und Transparenz. Eine interaktive Karte lässt eintauchen in die verschiedenen Maßnahmen, wie Gemüsegärten, Kleinspargruppen, Kochkurse, Mütterkurse. So konnten wir Vertrauen sowie eine echte Auseinandersetzung mit unseren Themen schaffen.

Die eigentlichen Gewinner*innen des Awards sind Mary, ihr Mann Bockarie und alle anderen Dorfbewohner*innen, die ihre Geschichten geteilt und uns vor rund einem Jahr in ihren Alltag mitgenommen haben. WHH Sierra Leone – Welthungerhilfe

Das lokale Produktionsteam rund um Ibrahim S Miles Kamara, Misper Apawu, Jonathan Müller, Susanne Fotiadis hat wunderbare Arbeit geleistet, teilweise bei über 30 Grad und im Starkregen.

Das Welthungerhilfe-Onlineteam, zusammen mit RESULT GmbH und anderen hat es geschafft, aus all den Inhalten eine Plattform zu schaffen, in der man sich jedes Mal wieder festliest und festschaut.

Und Jonny Böhm und Hanna Wermeling von Ketchum sowie Luis Ruland haben Mabinty mit viel Innovationsgeist, Geduld und Herz entwickelt.

Unser Dank gilt der Welthungerhilfe für das Vertrauen sowie Ketchum für die hervorragende Zusammenarbeit. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie innovative Kommunikation, journalistisches Storytelling und moderne Technologie einen wichtigen Beitrag leisten können, um Aufmerksamkeit für den Kampf gegen den Hunger in der Welt zu schaffen.

Was ist DPOK?

Der DPOK ist der „Deutsche Preis für Onlinekommunikation“. Der Preis wird von KOM – Magazin für Kommunikation und Quadriga Media Berlin veranstaltet. Er wird jährlich verliehen und richtet sich an Kommunikationsprofis aus verschiedenen Branchen. Ausgezeichnet werden besondere Leistungen im Bereich Onlinekommunikation, die sich durch Merkmale wie Innovation, Kreativität, strategische Stärke oder effiziente Umsetzung auszeichnen. Es gibt stolze 48 Kategorien. „Marys Dorf“ ist Sieger in der Kategorie NGO-Kommunikation, in der laut Veranstaltenden Projekte ausgezeichnet werden, „die informieren, aufklären und Engagement fördern – strategisch geplant und wirkungsvoll umgesetzt“.

Was ist Marys Dorf?

„Marys Dorf – Gemeinsam. Hunger beenden.“ will Entwicklungsarbeit erlebbar machen. Durch die persönliche Geschichte von Mary sollen die komplexen Herausforderungen für die Bewohner*innen eines Dorfes in Sierra Leone emotional und interaktiv greifbar gemacht werden. Die Website setzt dazu auf eine explorative Dorfkarte, in der einzelne Schlüsselorte gezielt angewählt und genauer entdeckt werden können – vom Küchengarten, über Marys Wohnhaus oder auch eine Müttergruppe. An jedem Ort können Besucher*innen entdecken, auf welchen unterschiedlichen Wegen Unterernährung in Dörfern wie diesem bekämpft wird. Dabei unterstützt ein KI-Chatbot. Das Ergebnis: ein Gefühl von Nähe, Verständnis und Engagement.