»Wir hab’n Polizei« – Recap zu meiner rp17-Session

Wie kann gute Kommunikation via Social Media einem ganzen Berufsstand zu neuer Aufmerksamkeit und wandelndem Image gereichen? So in etwa lautete die Klammer um meinen Einreichungstext für die re:publica 2017. Ich selbst fand das Thema relevant. Dass es tatsächlich genommen und eine solch positive Resonanz in den Medien finden würde, hatte ich maximal gehofft, mir aber nicht wirklich träumen lassen.

 

Vor Social Media war es der Polizei nur in einem sehr begrenzten Maß und Raum möglich, außerhalb von Einsatzsituationen und klassischer Präventionsarbeit mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Das sowie einige andere Eigenheiten der Behörde haben über die Jahre zu einer Art eingefahrenem Beziehungsgeflecht zwischen Instanz und Bürger geführt. Dann kamen Facebook, Twitter und Co. Jeder Einzelne konnte und immer mehr Menschen wollten sich nun einmischen, öffentlich Fragen formulieren und ihre Meinung kundtun. Diesem Wandel mussten sich zunächst Unternehmen, zunehmend aber auch die Polizei stellen. Spätestens, als im Netz über sie gesprochen wurde.

Allen voran zeigen hierzulande inzwischen die Polizeien Berlin, München und Frankfurt am Main, wie es vielleicht gelingen kann, durch die Kommunikation auf ihren digitalen Kanälen eine neue Form von Beziehung und Nähe zwischen Bürger und Behörde herzustellen. Denn wir erhalten einen erweiterten Zugang und Einblick in die vielfältige Arbeit der Polizei. Das schafft Vertrauen und unterstützt hoffentlich zunehmend ein gutes Miteinander statt Gegeneinander zwischen uns und den Beamten, die zur Aufrechterhaltung von innerer Sicherheit und Ordnung im schlimmsten Fall ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.

Ein Anfang ist somit geschafft, und ich hoffe sehr, es werden weitere Polizeien diese Möglichkeit des Austauschs in Zukunft noch mehr zu nutzen wissen. Dennoch – auch das machte die Session deutlich – bleibt die Frage nach einer erweiterten Rolle der Polizei im digitalen Raum. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Dinge weiterentwickeln.

Meinen besonderen und herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an meine Session-Mitstreiter, Prof. Dr. Katharina Kleinen-von Königslöw (Kommunikationswissenschaftlerin Uni Hamburg), Thomas-Gabriel Rüdiger (Kriminologe und Dozent FHPol Brandenburg) und last but not least André Karsten, Social Media Communicator/Polizeisprecher Soziale Medien bei der Polizei Frankfurt am Main. 1.000 Dank auch an das fantastische Team der re:publica und ein tolles Publikum.

Für alle, die nicht vor Ort waren, gibt es die ganze Session auch zum Nachschauen.


Auswahl Medienecho zur Session »Wir hab’n Polizei« :

tagesschau.de Netzreporter: Social-Media-Offensive der Polizei

radioeins.de: #rp17 – »Wir hab’n Polizei!«

spiegel.de: Die Polizei, dein #FreundUndHelfer

heise.de: re:publica: Polizei will in sozialen Medien nicht nur witzig sein

berliner-zeitung.de: Experte: Polizei in sozialen Medien immer noch rückständig

wired.de: Die Polizei auf Social Media: Zwischen Memes und Großeinsätzen

re:publica: HASHTAG HANDSCHELLEN – POLIZEIARBEIT IM NETZ

Über den Autor:

Alexa Brandt
Seit 1998 als Redakteurin für die result gmbh tätig, übernahm sie im August 2012 als zertifizierte Social Media Managerin die Leitung der Unternehmenskommunikation und kümmert sich neben der klassischen PR auch um die sozialen Kanäle und das Corporate Blog der Digitalagentur. Zudem verantwortet sie redaktionelle Projekte namhafter Kunden. Seit Juni 2013 ist sie stellvertretende Leitung des Bereichs Agentur.

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