Was eine gute Digitalberatung ausmacht – Wir suchen Verstärkung!

Im Netz gibt es immer wieder Diskussionen darüber, ob es tatsächlich gute »Digitalberater« (oder auch »Social-Media-Berater«) gibt und wie weit diese über Expertise verfügen. Unser Institut ist inzwischen das fünfte Jahr intensiv in der Digitalberatung aktiv. Und wir haben einige Erfahrungen sammeln dürfen, die es uns erlauben, recht genau zu definieren, was eine gute Beratung ausmacht. Aus unserer Sicht sind neben vielem anderen drei Aspekte entscheidend für eine fundierte Digitalberatung. 

1. Man muss das Unternehmen verstehen.

Digital-Know-how ist gut und schön, aber die Unternehmen, die Beratung suchen, verdienen ihr Geld in der Regel in anderen Geschäftsfeldern. Diese Geschäftsfelder sind der Kern ihrer Aktivitäten und bestimmen ihre Kultur. Wenn ein Unternehmen über Digitalisierung nachdenkt, dann macht diese nur Sinn, wenn sie auf das Kerngeschäft einzahlt.
Eine gute Beratung muss daher zunächst einmal das Kerngeschäft des Unternehmens verstehen. Erst vor dem Hintergrund eines soliden Verständnisses der Unternehmensstrategie kann eine digitale Erweiterung oder Transformation erfolgreich sein.

2. Man muss wissen, was die Kunden des Unternehmens wollen.

Vieles, was in der digitalen Welt möglich ist oder angeboten wird, ist für weite Teile der Bevölkerung derzeit weder von Interesse noch attraktiv. Berät man ein Unternehmen bei seinem Weg hin zu einer digitalen Kundenkommunikation, dann sollte man verstehen, welche Interessen und Vorlieben diese Kunden mitbringen. Was reizt die Kunden im digitalen Angebot des Unternehmens? Womit kann man sie begeistern? Nur wenn man diese Frage nachhaltig beantwortet, wird die Social-Media-Kommunikation ein Erfolg.

3. Skepsis an digitalen Themen muss erlaubt sein.

Wir machen die Erfahrung, dass eine Beratungsleistung dann besonders erfolgreich verläuft, wenn alle Beteiligten – vor allem auch die Skeptiker – eingebunden und ernst genommen werden. Es hilft nicht weiter, technologische Zukunftsszenarien in rosaroten Farben an die Wand (oder das Flipchart) zu malen, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens Skepsis zeigen und Vorbehalte haben.

Jeder Digitalisierungsprozess ist auch ein Changeprozess. Entsprechend ist es notwendig, Zeit auf die Sorgen und Vorbehalte der Unternehmen zu verwenden und diese ausgiebig zu beleuchten. Sehr oft muss man dann sogar Entscheidungen gegen eine Innovation treffen, weil sie mit der Unternehmenskultur nicht kompatibel ist und daher keine Aussicht auf Erfolg hat.

Wissen allein macht noch keinen guten Berater.

Die Perspektive, die man einnehmen muss, ist breit. Und die Anforderungen sind hoch. Sicher kein Job für jedermann. Dennoch: Uns macht es Spaß, und wir sind immer wieder begeistert von unseren Kunden und ihren spannenden Herausforderungen.

Von | 2015-09-08T10:05:00+00:00 9. März 2015|Kategorien: Allgemein, Job|Tags: |

Über den Autor:

Sabine Haas
Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema "Digitaler Wandel/Medienwandel".

3 Kommentare

  1. Thomas Brasch 10. März 2015 um 12:10 Uhr

    Danke, eine sehr klare Haltung, mit der ich sofort übereinstimme. Als früher Evangelist der Digitalisierung und Netzwelt-Opportunitäten habe ich mir dennoch eine gesunde Skepsis bewahrt. Die finden sie u. a. in solchen Beiträgen wie diesem: https://thomasbrasch.wordpress.com/2014/10/16/sie-wissen-alles-und-wir-konnen-nicht-behaupten-wir-hatten-von-nichts-gewusst/. Zugleich fasziniert mich die Herausforderung, die der Wandel zwangsläufig für etablierte Geschäftsmodelle mit sich bringt. Viel Anklang und Diskussion fanden dazu meine beschrieben Position hier: https://thomasbrasch.wordpress.com/2014/11/08/umdenken-muss-der-stationare-handel-nicht-der-kunde-von-amazon/. Vielleicht findet sich ja mal eine Gelegenheit zu einem vertiefenden Erfahrungsaustausch. Herzliche Grüße, Thomas Brasch.

  2. Sabine Haas 17. März 2015 um 8:15 Uhr

    Vielen Dank für den Kommentar, lieber Thomas. Vor allem der zweite Beitrag zum stationären Handel enthält eine Reihe interessanter Beispiele. Danke dafür!

  3. Vanessa Hindinger 30. März 2015 um 15:07 Uhr

    Interessanter Artikel, schön knackig und klar definiert. Habe gleich auf’s Jobangebot geklickt…leider handelt es sich wohl nicht um einen Einstiegsjob. Schade.
    LG Vanessa

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