Was die Besucher der General Online Research 2012 erwartet

Die General Online Research 2012 (GOR12) findet vom 5. bis 7. März in Mannheim statt. Wir haben mit Christoph Irmer über die Trends der diesjährigen Konferenz gesprochen. Herr Irmer ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF e. V.) und geschäftsführender Gesellschafter der ODC Services GmbH, einem Anbieter von Online-Felddienstleistungen. Er studierte BWL und ist seit 2000 in der Online-Marktforschung tätig.

Was erwartet die Besucher der GOR in diesem Jahr?

Vor allem dürfen sich die GOR-Teilnehmer dieses Jahr auf ein
spannendes und abwechslungsreiches Programm freuen. Mit Prof. Dr. Hasebrink (Hans-Bredow-Institut) und Herrn Scheffler (TNS Infratest) haben wir zwei hochwertige Keynotes, daneben haben wir zwei super besetzte und thematisch – wie ich finde – spannende Paneldiskussionen und eine Vielzahl interessanter Vorträge aus der akademischen und kommerziellen Forschung. Und auch darum herum wollen wir den Besuchern dieses Jahr einiges bieten! Die GOR-Party findet im KOI Club statt, da freue ich mich persönlich schon sehr drauf. Während der Konferenz haben wir erstmalig eine Kaffee-Lounge eingerichtet, und mit Twitterwalls, Streaming, etc. wollen wir auch diejenigen an der Konferenz teilhaben lassen, die leider nicht vor Ort sein können.

Was sind die Trendthemen der diesjährigen Konferenz?

Stark im Trend sind auf der GOR12 Mobile Research, Co-Creation, Gamification, Social Media Research. Daneben habe ich aber auch eine Vielzahl an spannenden Beiträgen im Programm gesehen. Ich bin sicher, dass für jeden etwas dabei ist.

Sie werden auf der GOR12  das Panel “Online Research is dead – long live
Digital Research
” moderieren. Wie sieht aus Ihrer Sicht die Zukunft von

Online-Forschung aus?

Ich bin persönlich davon überzeugt, dass sich zwar vieles ändern wird und wir die Möglichkeiten z. B. von Social Media oder von Mobilforschung noch lange nicht vollständig ausschöpfen. Andererseits bin ich aber auch weit davon entfernt, alles was derzeit gehypt wird, als künftiges „Nonplusultra“ anzusehen und die gute alte Online-Forschung als alten Hut zu betrachten. Mehr möchte ich vor der Diskussionsrunde aber noch nicht verraten.

Welche Annahme verbirgt sich hinter dem Titel des Panels?

Dahinter verbirgt sich der Glaube, dass die Online-Forschung gezwungen sein wird, sich zu öffnen und neuen Gegebenheiten anzupassen – beispielsweise der Tatsache, dass sich Online längst vom klassischen PC gelöst hat und man quasi immer und überall über eine Vielzahl verschiedener Endgeräte “online” ist. Dies führt zu einer Vielzahl von Möglichkeiten aber auch Notwendigkeiten sich anzupassen und auf diese Gegebenheiten reagieren zu müssen. Der Titel soll hierbei ausdrücken, dass sich vieles ändert; der Online- bzw. digitalen Forschung aber eine lange und rosige Zukunft bevorsteht, wenn sie es versteht, die Entwicklungen in der digitalen Welt zu adaptieren und zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Im letzten Jahr wurde bereits der Einfluss der sozialen Medien auf die Online-Forschung diskutiert. Welchen Standpunkt vertreten Sie zum jetzigen Zeitpunkt?

Als Geschäftsführer von ODC Services würde ich sagen, dass soziale Medien auf die tatsächliche Arbeit der Online-Forscher derzeit noch einen eher kleinen Einfluss haben. Hier werden momentan noch die nötigen Erfahrungen gesammelt, um die Qualität der Forschung sicherzustellen. Als Vorstand der DGOF beobachte ich aber gleichzeitig sehr genau, dass diesem Thema in Vorträgen, Artikeln und Gesprächen große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Soziale Medien scheinen also einen starken Einfluss auf die Fachwelt zu nehmen. Insofern bleibe ich gespannt, wie sich das Thema entwickelt.

Vielen Dank für das Interview!

 

By | 2012-02-28T08:56:39+00:00 28. Februar 2012|Categories: Online-Forschung, Trends|Tags: , , , , , |

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