Von Insurtechs und Kundenbedürfnissen

Die Wünsche von Kunden im digitalen Zeitalter haben sich verändert. Soweit sind sich wohl alle Beteiligten einig. Über das »wie« wird bisweilen seit Jahren großflächig diskutiert. Während die etablierten Konzerne noch intern über Chancen und Risiken beraten, räumen junge Start-ups den Markt indes von der Kundenseite her auf.

Insurtechs, die neuen Kundenversteher?

Insbesondere im Bereich Insurtech zeigen diese ein Gespür dafür, was der moderne digitale Kunde möchte. Am eigentlich Versicherungsprodukt wird dabei häufig gar nicht so groß gefeilt, wie der Begriff es vermuten lässt. Stehen hinter diesem doch häufig die bekannten Rückversicherer. Viel mehr rückt der Zugang zum Kunden in den Vordergrund. Aktuelle Studien zeigen wenig überraschend, dass besonders junge Menschen mit den klassischen Vertriebs- und Kontakt-Kanälen nur noch begrenzt etwas anfangen können. Das bedeutet indes nicht, dass die digitalen Kunden keinen Service wünschen oder rein über den Preis abgeholt werden können. Sie möchten diesen jedoch auf Augenhöhe über die eigenen Kanäle und Plattformen bekommen.

Dass diese Entwicklung auch die Großen im Markt nicht ignorieren können, zeigen nicht zuletzt die neusten Beteiligungen wie etwa der Einstieg der Allianz bei dem Versicherungs-Start-up simplesurance. Sollte dies als Zugeständnis gewertet werden, den Kontakt zum – insbesondere jungen – Kunden verloren zu haben? Oder handelt es sich im Grundgedanken viel mehr bloß um eine Weiterentwicklung des Prinzips der Direktversicherer? Klar ist, es wird Zeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und aktiv zu werden.

Veranstaltungstipp für Finanzdienstleister: das FDL-Camp Köln

Für alle die sich mit den Bedürfnissen des digitalen Kunden eingehend beschäftigen und dazu austauschen möchten, bietet sich das am 16. September in Köln stattfindende Finanz- und Versicherungs-Barcamp an. Ein Format, bei dem jeder auf Augenhöhe, ohne Hierarchien und Strukturen gemeinsam mit anderen Interessierten und Involvierten die neusten Entwicklungen diskutieren und mitgestalten kann. Denn ein Trend ist offensichtlich: Nur wer es schafft, die digitalen Kunden mit ihren Bedürfnissen an Schnelligkeit und Service dort abzuholen, wo sie sich tagtäglich aufhalten, wird langfristig die Nase vorn haben. Allen anderen steht nur noch ein Platz in der zweiten Reihe offen, der jedoch zumeist von einer gesteigerten Austauschbarkeit geprägt ist.

Ausführliche Informationen zum FDL-Camp und Anmeldung unter www.fdl-camp.de

By | 2016-06-21T12:08:14+00:00 21. Juni 2016|Categories: Allgemein|

Über den Autor:

Jan-Peter Lambeck

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