User Generated Content: Der Stoff, aus dem man großes Fernsehen machen kann

Wie erzählt man über Menschen, mit denen man nicht reden darf? Wie berichtet man über Elend, wenn man die Kamera nicht ins Land bringen kann? In der Vergangenheit oftmals gar nicht. Oder aber über mündliche Augenzeugenberichte, denen man nicht trauen konnte. Oder durch eingeschmuggeltes Filmmaterial dubioser Herkunft.

Heute gibt es andere Wege und der Filmemacher Ali Samadi Ahadi hat einen sehr interessanten Zugang gefunden: Er analysierte umfassend die Berichte, Bilder, Einträge und Erzählungen im Netz zum Thema Iran Wahl 2009.

Iran: Elections 2009

An sehr persönlichen Biographien, mit Videomaterial auf YouTube und ergänzt durch einige Interviews mit Exilanten ließ sich so ein umfassendes Bild der damaligen Studentenbewegungen und ihrer brutalen Niederschlagung zeichnen. Ein Bild, das durch offizielle Recherchemöglichkeiten nicht so detailliert gewesen wäre.

Alle Informationen unter: http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Iran/3257630.html

Für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich etablierte Medien, Netzjournalismus und Bürgerengagement ergänzen können. Um Neues und Kreatives hervorzubringen, dass früher in der Form nicht möglich war.

Von | 2010-06-24T15:58:47+00:00 24. Juni 2010|Kategorien: Fernsehen, Internet, Social Web|Tags: , , , |

Über den Autor:

Sabine Haas
Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema "Digitaler Wandel/Medienwandel".

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