Unser Panel beim KulturInvest Kongress 2014: ein Rückblick

In der vergangenen Woche waren wir auf dem KulturInvest Kongress in Berlin, dem wohl bedeutendsten europäischen Branchentreff für Kulturanbieter und Investoren, mit einem eigenen Panel vertreten. In insgesamt vier Vorträgen zum Thema Digitalmarketing erhielten Entscheider aus Kulturinstitutionen konkrete Empfehlungen und Tipps für ihren Weg in die digitale Zukunft. Denn: Viele der in den Bereichen Kulturmanagement und Kulturmarketing Tätigen stellen sich derzeit vermehrt Fragen wie diese: »Wie gestaltet sich Kulturvermittlung in Zeiten digitalen Wandels? Welche Wege müssen einschlagen werden, um auch im Netz wahrnehmbar zu sein und damit für junge Zielgruppen attraktiv zu bleiben oder gar neue Zielgruppen zu gewinnen?« 

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Die Atmosphäre auf dem Kongress empfand ich als äußerst kommunikativ. Es gab viele interessante Gespräche, bei denen die Herausforderungen der jeweiligen Kultureinrichtung recht deutlich wurden. Das Thema »Wie machen wir uns fit für das Morgen« schien aber das in allen Kulturbetrieben vorherrschende zu sein. In einem Vortrag beispielsweise wurde das »Louvre Lens« vorgestellt. Zum Hintergrund: Der Louvre hatte sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, einen Teil seiner Sammlung in eine Außenstelle zu verlegen. Dazu wurde Lens ausgewählt, ein Ort außerhalb von Paris mit einer recht schwachen kulturellen Infrastruktur und sehr vielen Arbeitersiedlungen. Dieser Schritt hat sich bewährt: Das Museum konnte sich in neuer Architektur auf grüner Wiese sozusagen »neu erfinden«, die Stadt profitierte durch steigende Besucherzahlen und es konnten Synergien zu anderen Wirtschaftszweigen etc. ermöglicht werden. Ein schönes Beispiel dafür, wie Museen »mobil« werden und dadurch temporär oder auch dauerhaft neue Erlebnisräume schaffen können. Apropos »Mobil werden« und »neue Erlebnisräume schaffen«: Stichworte, die auch die Möglichkeiten der digitalen Medien für Kulturstätten wunderbar widerspiegeln.

Sicherlich: Beim Blick auf das Kongress-Programm konnte man den Eindruck gewinnen, dass die »Digitalisierung« in diesem Jahr noch eher als Randthema dastand. Aber ich kann aus meinen persönlichen Gesprächen sagen, dass Bewegung in die Sache zu kommen scheint. Auch bei unseren Vorträgen fand sich ein sehr interessiertes Publikum ein. Ich denke, der digitale Wandel ist in Kulturbetrieben derzeit noch mit Berührungsängsten hinsichtlich der Neuen Medien behaftet. Ich glaube aber, wir konnten in unseren vielfältigen Dialogen einiges dafür tun, Vorbehalte abzubauen und stattdessen Chancen zu verdeutlichen.

Alles in allem hat die Veranstaltung in Berlin sehr viel Spaß gemacht. Wir möchten auch im kommenden Jahr wieder dabei sein. Und ich bin gespannt, welche Entwicklungen das Thema »Digitalsierung im Kulturbereich« bis dahin in der Branche durchlaufen hat.

Interessiert an unseren Vorträgen beim #kik14 »Starke Kultureinrichtungen durch digitale Vernetzung« und »Barcamp, Tweetup, Flashmob & Co.: So gewinnen Sie neue Zielgruppen«? Einfach eine E-Mail schreiben an Sabine Haas oder Rouven Kasten.

Von | 2015-07-15T13:53:16+00:00 5. November 2014|Kategorien: Allgemein, Beratung, Digitaler Wandel, Veranstaltung, Vorträge|Tags: |

Über den Autor:

Sabine Haas

Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema „Digitaler Wandel/Medienwandel“.

Ein Kommentar

  1. […] um gerade junge Zielgruppen für Kulturstätten zu erschließen und zu begeistern. Auch beim KulturInvest-Kongress vor einem Monat in Berlin hielt ich hierzu einen Vortrag. Und die circa 150 Zuhörer, die kamen, […]

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