Vergangenen Mittwoch besuchte ich das TourismusCamp Niederrhein, und ich war sehr gespannt, was mich dort erwarten würde.

Für den Themenbereich Tourismus hatte ich bislang kein BarCamp besucht. Eingeladen hatte die IHK Mittlerer Niederrhein, die auch mit ihrem neuen Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz vertreten war. Die Organisation des Events lag bei Tanja Neumann, die als erfahrene Reisebloggerin wieder einmal ihr Talent unter Beweis stellte, eine Veranstaltung zu einem wunderbaren Ort der Begegnung zu machen.

tcniederrhein_blogpost(Bildrechte: IHK Mittlerer Niederrhein)

Gelungen war zunächst einmal die Location: das Landgut Ramshof. Ein sehr einladender Ort mit schöner Außenterrasse. Prima, dass das Wetter auch noch stimmte. Nicht so leider das WLAN. Da ist Willich schlecht ausgestattet, und das bekam man als BarCamp-Teilnehmer zu spüren.

War aber – glaube ich – nicht ganz so schlimm, denn es gab extrem viele BarCamp-Neulinge auf der Veranstaltung, die ohnehin das Handy in der Tasche ließen. Damit war das TourismusCamp etwas untypisch, aber nicht weniger unkommunikativ. Es fand schlicht mehr direktes Offline-Netzwerken statt und wenig begleitende Onlinekommunikation.

Inhaltlich ging es sehr stark um das Leitthema »Onlinemarketing«, und man spürte einen hohen Informationsbedarf. Was ist denn eigentlich dieses Twitter? Wen erreiche ich eigentlich im Netz? Was soll man da schreiben? Das Wunderbare an einem BarCamp ist ja immer wieder: Der eine hat eine Frage, und meist gibt es den anderen oder gleich mehrere andere mit einer Antwort. So auch hier: Viele »Netzerfahrene« gingen in den jeweiligen Sessions bereitwillig, gut und gründlich ein auf die Fragen der »BarCamp-Frischlinge«.

Insgesamt zeigte das TourismusCamp Niederrhein damit sehr deutlich: Das Format Barcamp ist in dieser Region und Branche zwar noch nicht »gelandet«, der Bedarf dafür ist aber da. Entsprechend votierte die große Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Wiederholung des Events.

Und was habe ich persönlich aus dem TourismusCamp mitgenommen? Zunächst einmal habe ich viele Menschen kennengelernt, die mit Herz und Seele Gastgeber sind und – ohne es zu wissen – einen Schatz von Geschichten mit sich tragen. Und dann habe ich sehr viel Spannendes über den Niederrhein, seinen Bedarf und seine Herausforderungen erfahren. Mein wichtigstes Fazit: Es muss mehr Netzwerk und weniger Silodenken geben, wenn man die Herausforderungen der Zukunft bewältigen möchte.