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Toolparade: Der Unterschied zwischen Buffer und Hootsuite

Der Zielbar-Blog hat zur Toolparade aufgerufen, und wir sind sehr gern mit dabei. Die Blogger werden dazu ermuntert, ihre Lieblings-Online-Tools vorzustellen. Eine großartige Idee. Ich bin schon sehr auf die Tools anderer Blogger gespannt. Ob sich gegebenenfalls vielleicht sogar Spitzenreiter herauskristallisieren werden? 

Als Online-Redakteurin habe ich schon mit einigen Tools gearbeitet. Angefangen hat das Organisieren von Beiträgen über die Planungsfunktionen von WordPress sowie Facebook. Anfangs wurden zudem einfach alle WordPress-Beiträge automatisch nach Twitter geteilt. Schnell war aber klar, dass diese automatisierten Prozesse nicht ausreichen. Die manuelle, kanalgerechte Erstellung kostet allerdings viel Zeit. Mit Social-Media-Dashboard-Tools soll die Arbeit erleichtert werden. Doch viele Blogger verzichten auf die Tools, weil sie einige Zeit in die Einarbeitung benötigen und das zu aufwendig ist. Aber Zeit ist genau das, was man mit richtig guten Tools einsparen kann, sobald man sie anwendet!

Hootsuite und Buffer im Vergleich

Ich möchte nun zwei Social-Media-Dashboard-Tools vorstellen, die ich sehr hilfreich finde und erklären, welches sich für welchen Einsatz lohnt: Hootsuite sowie Buffer. Damit lassen sich Postings in den sozialen Medien wunderbar im Voraus planen – Links, Videos und Bilder inklusive. Natürlich sollte man generell berücksichtigen, die Postings in Sprache, Stil und Inhalten den jeweiligen Kanälen anzupassen.

Die Tools haben folgende gemeinsame Vorteile:

  1. verschiedene Plattformen
  2. Profile und/oder Seiten verknüpfbar
  3. individuelle Zeitpläne
  4. übersichtliche Statistiken
  5. Basis-Versionen kostenlos

Beide Tools ermöglichen das Teilen von Beiträgen auf verschiedenen sozialen Plattformen. Generell lassen sich Profile wie auch Seiten mit den Tools verknüpfen. Eine Ausnahme bildet aber Google+, welches nur eine Verknüpfung mit einer Seite zulässt, nicht mit dem Profil. Dabei können feste Zeitschemata eingestellt werden. Das heißt, dass die Beiträge immer zu denselben Zeiten an denselben Tagen veröffentlicht werden. Es lassen sich aber auch individuelle Zeiten je einzelnem Beitrag festlegen. Außerdem verfügen beide Tools über eigenen Statistiken, die auf einen Blick erfasst werden können.

Das mächtige Hootsuite-Tool

Allerdings weisen die Tools auch einige Unterschiede und daher verschiedene geeignete Einsatzgebiete auf. Diese möchte ich nun aufzeigen: Während meiner Arbeit bin ich zunächst mit dem Tool Hootsuite in Berührung gekommen. Damit ist es möglich, Beiträge auf verschiedenen Kanälen (zum Beispiel Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn) platzieren zu können. Sogar zu Instagram existiert eine Schnittstelle. Beiträge lassen sich vorausplanen, werden aber nicht automatisch geteilt. Man erhält nur eine Erinnerung, dass es nun an der Zeit ist, Beitrag X zu teilen.

Darüber hinaus kann man die Interaktion und das Feedback auf die geteilten Beiträge über die Dashboards überwachen und entsprechend reagieren. Alles auf einen Blick. Das ist übrigens der größte Unterschied zu Buffer: Es ist möglich, beispielsweise bei Twitter den Homestream anzeigen und daneben auch die Erwähnungen sowie Accounts anderer User laufen zu lassen. Der User ist also stets »up to date« und kann direkt auf Erwähnungen und Co. reagieren – und zwar direkt über das Social-Media-Dashboard. Es ist nicht notwendig, sich nun extra auf den jeweiligen Profilen einzuloggen. Bei Buffer besteht weder die Möglichkeit die Profile zu überwachen, noch zu interagieren und den Überblick zu behalten. Das ist allerdings vor allem dann notwendig, wenn man mehrere Seiten/Profile zu betreuen hat. Beispielsweise, wenn das Unternehmen neben dem Hauptauftritt spezialisierte Social-Media-Auftritte für die Karriere oder den Kundenservice betreuen muss. Oder als Agentur, die mehrere Kunden betreut.

Spezielle Vorteile Hootsuite:

  • Updates auf den eigenen sowie fremden Kanälen folgen
  • Direktes Reagieren und Interagieren möglich

Allerdings bereitete mir das Handling einige Schwierigkeiten. Es ist ein mächtiges Tool und da liegt das Problem. Wenn man einen einzelnen Social-Media-Auftritt überwachen möchte, reicht es aus, Buffer zu nutzen. Das ist weniger komplex, in den Funktionen entschlackt und daher recht übersichtlich.

Pricing-Hootsuite

So funktioniert Buffer

Buffer dient letztlich nur dazu, die Social-Media-Kanäle mit Beiträgen zu füllen. Neben Facebook, Twitter und Co. kann in den kostenpflichtigen Varianten auch Pinterest befüllt werden. Wie bei Hootsuite auch, lassen sich die Beiträge inklusive Text, Bild und Video im Voraus planen. In der Übersicht kann man anschließend die Beiträge auch umsortieren, wenn die Reihenfolge relevant ist. Dabei kann per einfachem Klick auch externes Material in die Reihe eingegliedert werden. Das lässt sich über eine einfache »add to Buffer«-Funktion umsetzen. Wenn man also über verschiedene Webseiten surft und der Meinung ist, dass Inhalte auch im eigenen Kanal gut platziert wären, kann man das mit ein paar wenigen Klicks realisieren. Der Beitrag reiht sich automatisch ein und in der Vorschau kann man ein entsprechendes Linkbild und den Text einstellen. Zudem können Beiträge »rebuffered« werden. Das heißt, wenn sie bereits geteilt worden sind, kann man sie per Klick ganz einfach nochmal teilen. Vorab kann der Text entsprechend angepasst werden.

Der Unterschied zu Hootsuite ist übrigens, dass das System passende Beiträge empfiehlt, die ebenfalls geteilt werden können. Auch, wenn die Funktion bisher nur in Englisch verfügbar ist, kann sie durchaus sinnvoll sein. Gerade im Technikbereich werden viele englischsprachige Blogs und News-Seiten gelesen.

Spezielle Vorteile bei Buffer:

  • Das entschlackte Tool ist sehr übersichtlich und bestens zum Planen von Beiträgen und externen Links geeignet.

Buffer_pricing

Das große Aber beider Tools: Angeblich ergeben sich hohe Reichweitenverluste, wenn Facebook-Beiträge via externer Tools geteilt werden. Davon habe ich nun in vielen verschiedenen Blogs und Foren gelesen. Daher rate ich, die interne Planungsfunktion von Facebook zu nutzen.

Mein Fazit

Für persönliche Blogs und kleine Unternehmen mit wenigen Ressourcen halte ich Buffer für geeigneter. Es ist einfach nicht so komplex und daher auch leichter durchschaubar. Wer allerdings Wert darauf legt, möglichst zeitnah über Erwähnungen und Co. informiert zu werden, sollte sich näher mit Hootsuite beschäftigen. Es ist durchaus auch Typ-Sache. Ich interagiere lieber im Netzwerk direkt mit den Usern, statt über das Dashboard. Damit bin ich einfach nicht so warm geworden. Für diese Zwecke können die Gratis-Versionen durchaus auch ausreichen. Bei mehreren Kanälen und, wenn mehrere Nutzer angemeldet werden sollen, müssen Unternehmen allerdings ein kleines Budget investieren. So erhalten sie allerdings auch mehr Planungs-Möglichkeiten und Statistik-Informationen. Ich schlage vor einfach beide Gratis-Varianten herunterzuladen und anzutesten.

P.S.: Eine Übersicht über viele praktische Online Tools hat Johannes bereits auf seinem Blog veröffentlicht. Die Liste ist für jeden einsehbar und erweiterbar. Ich hoffe sie im Anschluss an diese Parade mit ein paar neuen, nützlichen Instrumenten füllen zu können.

Facts zur Blogparade

Thema: Deine Top-Online-Tools
Startschuss: 3. Dezember 2015
Teilnahmeschluss: 17. Januar 2016
Hashtag: #toolparade

8 Antworten
  1. Dani Schenker (ZIELBAR) says:

    Hi Yasmin,
    vielen lieben Dank für deine Teilnahme an unserer Blogparade!
    Die meisten bisherigen Teilnehmer haben eine Liste ihrer liebsten Tools präsentiert. Umso spannender ist es, dass du einen anderen Ansatz gefunden hast.
    Liebe Grüsse
    Dani von ZIELBAR

  2. Yasmin Neese
    Yasmin Neese says:

    Guten Morgen Dani,

    lieben Dank für deinen Kommentar. Tatsächlich hatte ich erst überlegt auf den Zug aufzuspringen, habe mich aber doch dagegen entschieden. Mit der Liste an Online-Tools, die ich im Beitrag verlinkt habe, existiert ja bereits eine Auflistung spannender Tools, inklusive Stichpunktartiger Vor- und Nachteile. Um eine Entscheidung treffen zu können, muss man sich dann ohnehin näher mit den Tools beschäftigen. Für unsere Leser hielt ich es daher für sinnvoller, einfach zwei Tools gegenüberzustellen und ihre Einsatzgebiete beispielhaft zu erläutern. Ich hoffe, dass sie meinem Ansatz zustimmen und die notwendigen Informationen für ihre Entscheidung daraus ziehen können :)
    Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht an der #Toolparade teilzunehmen! Ich habe schon ein paar neue Tools kennengelernt, die ich gern für mich austesten möchte.

    Liebe Grüße
    Yasmin

  3. Yasmin Neese
    Yasmin Neese says:

    Hallo Andreas,

    na huch. Da haben sich die Zielbar und Toolparade wohl fusioniert. Vielleicht eine Hashtag-Idee für 2017? ;) Das Fehlerteufelchen ist beseitigt worden.
    Liebe Grüße
    Yasmin

  4. Jan says:

    Hi Yasmin,
    für einen Blog-Einsteiger wie mich ist Dein Artikel wirklich hilfreich. Ich habe mir schon das Hirn zermatert, welches der beiden Tools ich wohl nutzen sollte. Da es bei mir eher um das Grundrauschen in meinen Kanälen geht, die Interaktion dann lieber direkt stattfindet, hast Du mir eine tolle Orientierung gegeben. Danke!
    Herzlichen Gruß,
    Jan

  5. Yasmin Neese
    Yasmin Neese says:

    Hallo Jan,

    lieben Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass ich dir damit helfen konnte! Dann hat sich die Mühe ja schon gelohnt ;)

    Liebe Grüße
    Yasmin

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Mit Hilfe von Social-Media-Dashboards lassen sich die eigenen Inhalte leicht und übersichtlich in verschiedene Kanäle verteilen. Gleichzeitig ermöglichen Sie die Nachrichtenplanung nach eigenem Zeitplan und die Zusammenarbeit mit mehreren Teammitgliedern. Sie bieten auch Statistiken und Analysetools zur Kontrolle der eigenen Social-Media-Aktivitäten. Die beliebtesten Tools sind Hootsuite und Buffer. Worin sie sich unterscheiden, ist hier erklärt: Der Unterschied zwischen Buffer und Hootsuite. […]

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