Social-Media-Beratung: die Strategie ist auf dem Vormarsch

Es ist schön zu sehen, dass sich im Social-Media-Bereich etwas bewegt! Während wir zu Beginn unserer Arbeit das Gefühl hatten, dass die Mehrzahl unserer Kunden eigentlich nur „schnell mal eine Facebook-Seite“ möchte, werden wir immer häufiger mit anderen Fragestellungen konfrontiert. Zu unserer großen Freude bewegt mehr und mehr Kunden die Frage, wofür Social Media eigentlich steht. Man möchte die Implikationen und die Konsequenzen verstehen, die mit dem derzeitigen digitalen Wandel verbunden sind, und – noch wichtiger – man möchte sich als Unternehmen auf diesen Wandel einstellen.

Viele Unternehmen spüren das Innovationspotenzial, was mit Social Media einhergeht. Sie möchten nicht mehr nur „ein bisschen twittern“, sondern sind daran interessiert, die veränderten kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für sich einzuordnen und zu bewerten. Nicht jedes Phänomen und jeder Trend ist dabei für jedes Unternehmen relevant. Die Identifikation der wesentlichen, jeweils relevanten Strömungen und die strategische Herangehensweise an diese Phänomene stehen daher auf der Agenda vieler Entscheider.

Das klingt jetzt alles sehr abstrakt. Ich muss gestehen, das ist es auch. Je mehr und je tiefer wir uns – auch in der Forschung bei der result – mit dem Komplex Social Media befassen, umso deutlicher treten der Perspektivreichtum und die Vielschichtigkeit dieser digitalen Entwicklung hervor.

Für uns besteht die Herausforderung derzeit vor allem darin, die Spreu vom Weizen zu trennen und wirklich nachhaltige Veränderungen von Modeerscheinungen sauber zu separieren. Das ist durchaus nicht immer leicht, manchmal fast unmöglich. Aber die beinahe zwei Jahrzehnte Nutzerforschung, die wir hinter uns haben, haben uns gelehrt, wann man auch bei einem euphorischen Publikum durchaus vorsichtig sein muss …

(Bildquelle: (CC BY 2.0) chrisludewig| flickr.com)

Über den Autor:

Sabine Haas
Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema "Digitaler Wandel/Medienwandel".

Ein Kommentar

  1. Jennifer Hopp 11. Juli 2012 um 17:23 Uhr

    Wie schön, zu lesen, dass Unternehmen offensichtlich erkannt haben, dass sie externes Social Media-Wissen brauchen und dass der Einsatz von Social Media Experten nicht zu disruptiven Veränderungen führt. Vor allem diese Angst in Unternehmen vor einer scheinbar unberechenbaren Dynamik mit Einsatz von Fachleuten sieht u.a. Heinz Wittenbrink als Grund für die Aggressivität, die sich bisweilen gegen Social Media Experten richtet. Wittenbrink hat bereits vor einem Jahr bei PR-Blogger mit „Das Ende der Social Media Berater?“ einen bemerkenswerten Beitrag veröffentlicht, dem sich eine sehr interessante kontroverse Diskussion anschließt.
    http://pr-blogger.de/2011/06/17/das-ende-der-social-media-berater/

    „Social Media-Management braucht eine Strategie und damit auch Fachleute, die das Management beraten können.“

Hinterlassen Sie einen Kommentar