Es ist schön zu sehen, dass sich im Social-Media-Bereich etwas bewegt! Während wir zu Beginn unserer Arbeit das Gefühl hatten, dass die Mehrzahl unserer Kunden eigentlich nur „schnell mal eine Facebook-Seite“ möchte, werden wir immer häufiger mit anderen Fragestellungen konfrontiert. Zu unserer großen Freude bewegt mehr und mehr Kunden die Frage, wofür Social Media eigentlich steht. Man möchte die Implikationen und die Konsequenzen verstehen, die mit dem derzeitigen digitalen Wandel verbunden sind, und – noch wichtiger – man möchte sich als Unternehmen auf diesen Wandel einstellen.

Viele Unternehmen spüren das Innovationspotenzial, was mit Social Media einhergeht. Sie möchten nicht mehr nur „ein bisschen twittern“, sondern sind daran interessiert, die veränderten kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für sich einzuordnen und zu bewerten. Nicht jedes Phänomen und jeder Trend ist dabei für jedes Unternehmen relevant. Die Identifikation der wesentlichen, jeweils relevanten Strömungen und die strategische Herangehensweise an diese Phänomene stehen daher auf der Agenda vieler Entscheider.

Das klingt jetzt alles sehr abstrakt. Ich muss gestehen, das ist es auch. Je mehr und je tiefer wir uns – auch in der Forschung bei der result – mit dem Komplex Social Media befassen, umso deutlicher treten der Perspektivreichtum und die Vielschichtigkeit dieser digitalen Entwicklung hervor.

Für uns besteht die Herausforderung derzeit vor allem darin, die Spreu vom Weizen zu trennen und wirklich nachhaltige Veränderungen von Modeerscheinungen sauber zu separieren. Das ist durchaus nicht immer leicht, manchmal fast unmöglich. Aber die beinahe zwei Jahrzehnte Nutzerforschung, die wir hinter uns haben, haben uns gelehrt, wann man auch bei einem euphorischen Publikum durchaus vorsichtig sein muss …

(Bildquelle: (CC BY 2.0) chrisludewig| flickr.com)