Die Notwendigkeit digitaler Angebote haben Unternehmen und Institutionen inzwischen fast alle erkannt. Spätestens durch die Coronakrise ist jedem Unternehmen klar geworden, wie bedeutsam die Kundenansprache im Netz ist. Die meisten haben außerdem verstanden, dass ihre Internetpräsenzen modern sein müssen, responsiv (also mobil nutzbar) und aktuell. Dennoch finden sich online viele Angebote, die zwar attraktiv und zeitgemäß sind, aber nur wenig oder gar nicht wahrgenommen werden.

Einrichtungen und Unternehmen sind von dieser Erfahrung häufig frustriert: Da hat man schon Geld investiert, um in Sachen Website „State of the Art“ zu sein und dennoch kommen kaum oder keine Besucher. Ein Angebot auf dem hart umkämpften digitalen Marktplatz sichtbar zu machen, verlangt inzwischen eine Menge Zeit und Geld.

Mit dem Go-Live der Website beginnt die eigentliche Arbeit erst

Es ist allgemein bekannt, dass immer nur der Teil des Internets ausgeleuchtet wird, den Google bei seinen Suchergebnissen anzeigt. Alles andere, was es sonst noch an interessanten und spannenden Angeboten geben mag, liegt im Dunkeln und ist kaum auffindbar. Daran lässt sich nichts ändern, denn Google bestimmt das Internet mehr als jeder andere Anbieter.

Dies bedeutet, dass es nicht damit getan ist, ein Internetangebot zu entwickeln und online bereitzustellen. Im Gegenteil: Mit der Live-Schaltung fängt die eigentliche Arbeit erst an. Webauftritte müssen ständig aktualisiert, beworben und ihre Inhalte verlinkt und aktiv über Social Media verbreitet werden, damit sie eine Chance auf Sichtbarkeit erhalten.

Das Dilemma: Oft reicht das Budget gerade mit Ach und Krach aus, um ein attraktives Webangebot zu entwickeln. Für eine dauerhafte Betreuung ist kein Geld vorgesehen. Es fehlt vor allem bei öffentlichen Einrichtungen und jeder Form von werbefreien Angeboten. Das ist ein Jammer. Denn gerade diese Unternehmungen sind oftmals für die Nutzerschaft wertvoll und interessant, kommen bei Google aber so gut wie gar nicht vor. Ein Beispiel dafür sind die digitalen Kinderseiten oder die Multimedia-Reportagen der ARD. Noch schwieriger ist es für Blogs oder kleine Unternehmensseiten. Ihnen fehlt schlicht die Marktstellung, um ganz vorne bei Google mitzuspielen.

5 effektive Tipps für mehr Sichtbarkeit im Netz 

Was also kann man tun? Unsere fünf Tipps, um die eigene Sichtbarkeit auch bei geringem Budget zu erhöhen:

  1. Budget nachhaltig planen
    Budgets für einen Online-Auftritt dürfen nicht als Einmalkosten geplant werden. Man muss über den Aufbau der Website hinaus denken. Möchte man anschließend bei Google werben? Plant man Social Media-Auftritte? Hat man einen Shop, der auffindbar sein soll? Alles das muss in der Konzeption des Onlineauftritts mitbedacht und eingepreist werden. Entsprechend sollte die eigentliche Website vielleicht etwas kleiner ausfallen, damit noch Budget für die weitere Betreuung übrig bleibt.
  2. Raum für aktuelle Inhalte
    Wer die eigene Onlinepräsenz für User dauerhaft interessant halten möchte, muss dort etwas bewegen. Sehen User immer nur dieselben Inhalte, kommen sie nicht zurück. Es muss also einen Bereich geben, der wechselnden und möglichst interessanten Content bietet. Dieser Bereich fungiert als Anziehungspunkt für wiederkehrende Besuche.
  3. Social Media nicht vergessen
    Ein Weg, die Website-Inhalte zum Kunden „zu tragen“, ist die Kommunikation via Social Media. Ein Account bei Facebook, Twitter, LinkedIn oder Instagram ermöglicht, in die Timeline von Kund*innen zu gelangen und dort fortwährend aufzutauchen. Das ist eine gute Alternative zu dem aufwändigen Kampf um die ersten Plätze bei Google. Natürlich ist auch die Sichtbarkeit in Social Media nicht mehr so einfach. Auch hier greifen Filter und verbergen eine Menge interessanter Inhalte. Aber mit einem intensiven Austausch und spannenden Geschichten hat man nach wie vor gute Chancen auf eine eigene kleine Community.
  4. Je spitzer, desto besser
    Je breiter das Thema, desto größer die Konkurrenz. Möchte ein Unternehmen beispielsweise mit dem Stichwort „Mode“ bei Google weit oben ranken, dann wird dies nur mit enormen Werbeeinsätzen funktionieren. Geht es um das Thema „Nachhaltige Mode“, wird der Rahmen schon enger gesetzt. Grenzt man noch stärker ein auf „nachhaltige Mode, in Deutschland produziert“, dann steht ein vergleichsweise kleines Modelabel wie MANOMAMA plötzlich weit vorne. Jedes Unternehmen sollte sich deshalb überlegen, welches möglichst eng gefasste Thema im Internet kommuniziert und beworben werden soll. Auch wenn man damit nur Teile der Kunden erreicht: Es ist besser einen Teil gezielt anzusprechen und Resonanz zu erzeugen, als für alle Kunden unsichtbar zu bleiben.
  5. Netzwerke ausbauen und für Links sorgen
    Genauso wie die Mundpropaganda über analoge Netzwerke von Freunden und Partnern funktioniert, so sorgt auch ein digitales Netzwerk von Verbündeten für Reichweite. Dabei geht es darum, durch ein Geben und Nehmen zwischen den Netzwerkpartnern eine Win-win-Situation für alle Beteiligten herzustellen. Netzwerkpartner können Mitarbeitende, Kundengruppen, Dienstleister oder auch befreundete Unternehmen sein. In einem gut funktionierenden Netzwerk kann man Links platzieren, auf die jeweiligen Online-Auftritte verweisen oder sich via Social Media gegenseitig empfehlen. Ein wichtiger Baustein für die eigene Online-Sichtbarkeit.