Selbstversuch: Multi-Account-Manager für Twitter

Social Media ist interessant. Social Media ist informativ. Social Media ist reizvoll. Social Media ist aber auch: zeitraubend! Das jedenfalls kann ich aus meinem Arbeitsalltag berichten. Besonders, da wir nicht nur über einen Twitter-Account verfügen (ganz abgesehen von den „privaten Aktivitäten“ im Netz).

Um meinen Tag und mein Zeitmanagement zu optimieren, habe ich mich nach einem guten Social-Media-Dashboard umgesehen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Tool, das mir sowohl die Pflege als auch das Monitoring verschiedener Plattformen (Twitter, Facebook et cetera) ermöglicht, und im Idealfall sollte sogar noch ein Reporting-Tool dabei sein. Und das alles am besten kostenlos.

Bislang habe ich Hootsuite als mein favorisiertes Twitter-Dashboard genutzt, bis es vor einigen Wochen umgestellt wurde – Multi-Accounts sind nun in der kostenlosen Version nicht mehr verfügbar. Allerdings hat mir bei diesem Tool sehr gut gefallen, dass alle Short-Links via Hootsuite getrackt werden. Man kann also sehen, wann und wie oft ein versandter Link angeklickt wurde, um nur ein Bespiel zu nennen. Auf jeden Fall ein tolles, kostenfreies Tool, wenn man nur einen Twitter-Account hat. Doch was tun, wenn mehrere Accounts zu verwalten sind?

Test 1: SocialOomph

Nun gut, meine Tests mit SocialOomph befinden sich noch in der Anfangsphase, so werde ich mich dazu ausführlich zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Was ich jedoch jetzt schon sagen kann: Für Multi-Account-User ist SocialOomph kostenpflichtig, mit 29,97 Dollar pro Monat aber bewegt es sich im vertretbaren Rahmen. Die Reporting-Optionen scheinen umfangreich zu sein, auch gibt es die Möglichkeit, viele Plattformen einzubinden (Facebook, Twitter, LinkedIn und mehr). Was mir auf den ersten Blick fehlt: ein übersichtliches Dashboard, in dem ich einlaufende Tweets, Mentions et cetera sehe, und von dem aus ich auch Tweets versenden kann. Nun gut, vielleicht werde ich noch fündig, mehr dazu in einem späteren Blogbeitrag.

Test 2: Splitweet

Nun zu meiner neuen „Errungenschaft“: Splitweet. Ein für meine Bedürfnisse wirklich tolles Tool, bei dem man jedoch die Klicks auf Shortlinks leider nicht messen kann. Da es sich jedoch noch im Beta-Status befindet, kommt dieses Feature vielleicht noch. Im Gegensatz zu anderen Dashboards wie beispielsweise Tweetdeck oder Hootsuite laufen die Tweets aller Accounts in ein Fenster (nicht in unterschiedliche Spalten oder Reiter) ein. Erste Frage also: Wie unterscheide ich da, welcher Twitter-Account diesen Tweet erhalten hat, anders gesagt, aus welcher Follower-Liste der Beitrag nun stammt? Ganz einfach: Die Accounts verfügen über unterschiedlich farbige Punkte. Gelb steht für „Account 1“, blau für „Account 2“ und so weiter. Hinter den einzelnen Tweets erscheinen die farbigen Punkte und geben so an, welcher Account den Tweet „bekommen“ hat. Ist der Tweet von einem Follower, der beispielsweise „Account 1 und 2“ angehört, so erscheinen die Punkte gelb und blau hinter dem Tweet. Sollte das für den ein oder anderen zu verwirrend sein, so kann man durch das Setzen von Häkchen auch die Sicht auf nur einen Account einstellen – eine Sache von Sekunden.

Wie aber funktioniert das bei den Statusmeldungen? Ganz einfach: Meldung eingeben, ein Häkchen beim Absender setzen, „Account 1, 2 oder 3“ und – Tweet senden. Man kann einen Tweet übrigens auch über alle drei Accounts verschicken, eine Möglichkeit, die ich bei anderen Plattformen bislang nicht gefunden habe.

Wer weitere empfehlenswerte Multi-Account-Manager kennt, ist herzlich eingeladen zu kommentieren. Links und Erfahrungsberichte – immer her damit!

Von | 2011-03-15T12:13:02+00:00 15. März 2011|Kategorien: Allgemein|Tags: , , , |

Über den Autor:

Janine Kammann-Anyiam
Die gebürtige Berlinerin ist seit 2008 Wahl-Kölnerin und Teil des result-Teams. Sie verantwortet den Bereich internes und externes Marketing für die result gmbh und einiger Kunden.

Ein Kommentar

  1. Matthias Mühlichen 16. März 2011 um 9:42 Uhr

    Hallo, Frau Anyiam,

    seit längerer Zeit schon nutze ich Yoono:

    1) als Firefox-Add-On, sowie als App z. B. für iPhone möglich (bei letzterem muss ich erst noch Erfahrungen sammeln)
    2) Einbinden sämtlicher Accounts von twitter, facebook und anderen möglich (auch mehrere twitter-accounts)
    3) mit Chatfunktion für msn, yahoo, jabber u. a., leider aber nicht skype
    4) diverse Darstellungsmöglichkeiten: normal als Seitenleiste, dazu als ganzes Fenster mit diversen Möglichkeiten (z. B. jeder Account als extra Reihe, was in welcher Reihe dargestellt werden soll usw.).
    5) man kann Mitteilungen tweeten und anklicken, über welche Accounts diese laufen sollen, inkl. EInbinden der zu tweetenden Links (den gerade geöffneten Link im Browser z. B.)
    Ich habe mich damit eingearbeitet, komme damit besser klar als mit hootsuite. Habe immer mal geschaut, ob es etwas Besseres gibt, aber bin – für mich jedenfalls – noch nicht fündig geworden.

    Herzliche Grüße

    Matthias Mühlichen

Hinterlassen Sie einen Kommentar