re:publica 2010

Konferenzberichterstattung heute geht eigentlich ganz einfach. Man verlinkt den YouTube-Channel der Veranstaltung und sagt: Schaut Euch die Vorträge doch einfach selber an. Oder guckt bei Flickr vorbei. Oder bei Twitter. Oder bei Facebook. Oder in der Blogosphäre.

Annalena Schillers „Graphic Recording“ des Keynote von Peter Glaser

Was mir persönlich an der re:publica gefällt, sind die vielen Facetten des internetbedingten Medienwandels, die thematisiert werden:

  • Jeff Jarvis fragt, ob es heute nicht vielmehr darum geht, den Wert des Öffentlichen zu verteidigen, als den Wert des Privaten.
  • Peter Glaser meint, das Internet sei eine Maschine, die Unordnung zurück in die Welt zu tragen.
  • MTV-Netwokrs sagt, dass es heute nicht mehr darum geht, den Zuschauer zum Sender, sondern den Sender zum Zuschauer zu bewegen.
  • Matthias Spielkamp diskutiert, dass es beim Leistungsschutzrecht nicht darum gehen sollte, Verlage zu retten, sondern den Journalismus.
  • IBM sagt, dass es nicht mehr darum geht, zu fragen, ob Mitarbeiter Social Media verwenden, sie tun es eh, die Frage ist, wie man als Unternehmen damit umgeht.
  • Sebastian Deterding beschreibt, dass das Netz gar nicht so dezentral ist, wie man immer behauptet.
  • Tim Wu beschreibt, dass das mit der Filmindustrie früher ähnlich war und wozu das führen kann.
  • Das Slow-Media-Manifest entdeckt den Wert der Achtsamkeit im schnellen Strom der Informationen im Netz.
  • Peter Sunde zeigt einen Weg, nicht nur Anerkennung, sondern auch Geld im Netz zu verteilen.
  • Götz Werner sagt, dass man nicht Geld für Arbeit bekommt, sondern dass man Geld benötigt, um arbeiten zu können.
  • Die Twitterlesung zeigt, dass Twitter nicht nur belanglos, sondern poetisch und unterhaltsam ist.
  • Felix Schwenzel sagt, dass Klagen über das Internet eigentlich Klagen über die Welt sind.
  • Peter Kruse sagt, dass es bei den Diskussionen um das Internet eigentlich um eine Diskussion um Werte geht.
  • Bre Pettis zeigt einen Automaten, mit dem man nicht nur Daten, sondern auch Gegenstände durch das Netz verteilen kann.

Und so weiter und so fort.

Aber, hören Sie doch einfach selbst.

Von | 2010-04-23T17:50:40+00:00 23. April 2010|Kategorien: Allgemein|Tags: |

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Ein Kommentar

  1. sabinehaas 27. April 2010 um 20:17 Uhr

    Also, auch wenn man alles selbst nachschauen und -hören kann, das Wichtige, bei der Nachberichterstattung ist, einen EINDRUCK IN KURZFORM zu bekommen. Und das ist ja mal hier gelungen! Danke dafür!

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