Dabei profitieren nicht nur private Anwender*innen von Pinterest, auch für Unternehmen und Freelancer birgt das Netzwerk großes Potenzial, wie ich bereits in meinem Beitrag „Pinterest für Unternehmen“ thematisiert habe.

Doch wie generiert man nun mehr organischen Traffic? Das Stichwort lautet Pinterest SEO. Obwohl Suchmaschinenoptimierung in der Regel mit Google verknüpft wird, sind auch Maßnahmen für soziale Medien nicht irrelevant. In diesem Artikel teilen wir zehn Tipps, um das Ranking auf Pinterest zu verbessern und mehr Besucher*innen auf die eigene Webseite zu leiten.

Einflussfaktoren für die Suchergebnisse

Bevor wir in die Tipps einsteigen, ist ein Grundverständnis wichtig, anhand welcher Kriterien Pinterest die Bilder anzeigt. Dabei spielt die Qualität in jederlei Hinsicht eine wesentliche Rolle. Um die Qualität eines Pins zu bewerten, berücksichtigt Pinterest unter anderem die Kriterien Aktualität, Relevanz und die Interaktion. Schließlich möchte das Netzwerk seinen User*innen keine veralteten und uninteressanten Inhalte präsentieren.

In Bezug auf die Qualität des Pinners ist es wichtig, dass Bewegung auf dem Account zu sehen ist. Das bedeutet: aktiv sein, indem Inhalte geteilt und gespeichert werden. Zudem ist es wünschenswert, dass mit den Followern interagiert wird.

Zusätzlich prüft Pinterest auch die Qualität der Domain, indem beobachtet wird, wie viele Inhalte von dieser bereits gespeichert wurden. Auch hier spielt die Pflege des Accounts mit rein.

10 Tipps für Pinterest SEO

1. Ein Unternehmenskonto erstellen

Der erste wichtige Schritt für die professionelle Nutzung von Pinterest: ein Unternehmenskonto einrichten. Hierzu gibt es auf der Website oder der App unter Registrieren die Möglichkeit, ein kostenloses Unternehmenskonto zu erstellen. Mit diesem Account kann man zum einen Werbeanzeigen schalten und erhält zum anderen Einblick in Pinterest Analytics, um den Erfolg und Misserfolg der Beiträge zu identifizieren und den Account zu optimieren.

2. Website verifizieren

Die Verifizierung der Website fördert die Vertrauenswürdigkeit des Accounts und die Sichtbarkeit. Hierzu kann entweder ein Meta-Tag oder ein DNS-TXT-Datensatz auf der Website hinzugefügt oder aber eine HTML-Datei hochgeladen werden. Die genaue Anleitung hat Pinterest im Hilfscenter  zur Verfügung gestellt.

3. Merken-Button integrieren

Wer einen Merken-Button auf der eigenen Website integriert, vereinfacht den Nutzer*innen das Pinnen auf ihren Boards. So können beispielsweise Bilder über den Merken-Button direkt zum gewünschten Board aus Pinterest hinzugefügt werden. Das Bild auf Pinterest wiederum verlinkt auf die eigene Website, was neue Besucher generiert.

4. Rich Pins einrichten

Mit Rich Pins kann die Arbeit der Pinner erleichtert werden, denn hier werden die Informationen zwischen der Website und dem Pin synchronisiert. So werden beispielsweise Preisinformationen oder Zutaten für ein Rezept automatisch generiert. Eine Anleitung zum Einrichten von Rich Pins gibt es unter https://help.pinterest.com/de/business/article/rich-pins

5. Keyword-Recherche

Nach der Eingabe des ersten Keywords in der Suchleiste generiert Pinterest (ähnlich wie Google) bereits Keyword-Kombinationen, die sinnvoll eingesetzt werden können. Nach der Ergebnisanzeige finden sich zusätzlich unter dem Suchfeld kleine bunte Kacheln. Dort werden Suchbegriffe anzeigt, die sich gut mit dem eingesetzten Wort vertragen.

6. Keywords sinnvoll nutzen

Wichtig ist es, die aus Tipp 5 gefundenen Suchbegriffe in den Pin fundiert zu integrieren. Diese können beispielsweise sowohl in den Titeln und Beschreibungen der Pins als auch der Pinnwände hinzugefügt werden. Sinnvoll ist es zudem, die Keywords auch in den verlinkten Content einzusetzen. Übertrieben werden sollte es aber natürlich auch hier nicht! Niemand möchte zugespamt werden, und dies wird auch von Pinterest nur ungern gesehen.

7. Board strukturiert gestalten

Jedes Unternehmen bietet in der Regel Produkte und Dienstleistungen mit einem Themenschwerpunkt an. Dies sollte auch bei der Strukturierung des eigenen Accounts berücksichtigt werden. In jedem Fall sollten Pinnwände mit verschiedenen, aber ähnlichen Themen erstellt werden. Am Beispiel einer Krankenversicherung können Pinnwände zu „Sport draußen“, „Sport drinnen“, „Vegane Ernährung“ oder „Low Carb Ernährung“ gestaltet sein.

8. Hashtags verwenden

Wie in vielen anderen sozialen Netzwerken spielen Hashtags auch auf Pinterest eine wichtige Rolle. Dies war jedoch nicht immer der Fall. Der Unterschied zur „normalen“ Suche ist, dass bei der Hashtagsuche die neuesten Pins zuerst angezeigt werden.

9. Die richtige Bildqualität

Qualität ist für Content unerlässlich. Dies gilt auch für Pinterest. Oft empfiehlt es sich, ein spezielles Visual anzulegen, um mit Textelementen zu arbeiten und so die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen. Das Bildformat sollte hochkant sein.

10. Video-Pins einsetzen

Bewegtbild ist King! Auch auf Pinterest sind Videos sehr beliebt und manche Themen lassen sich sowieso besser und einfacher mit einem Video vermitteln als mit einem einfachen Bild. Außerdem fördert die Plattform Video-Pins aktuell sehr.

Fazit

Unternehmen sollte Pinterest in die Social-Media-Strategie integrieren. Jedes noch so vermeintlich unspektakuläre Geschäftsfeld, lässt sich kreativ und abstrakt gestalten, um die Zielgruppe zu erreichen. Anzumerken ist zudem, dass sich die Nutzung von Pinterest positiv auf die Markenbekanntheit auswirken kann.