Nervt Facebook wirklich?

Derzeit läuft es bei Facebook nicht rund: In regelmäßigen Abständen kursieren Meldungen über Sicherheitslücken, Bugs und neue Features ohne nutzerfreundliche Privatsphäreneinstellungen. Und die Negativschlagzeilen reißen nicht ab. In der vergangenen Woche sorgte die Negativ-PR-Kampagne des Unternehmens gegen den Konkurrenten Google für Aufsehen.

Für Falk Hedemann von t3n brachte diese Meldung das Fass zum Überlaufen. In seinem Beitrag nennt er 17 Gründe, warum Facebook gewaltig nervt. Das Netzwerk mit seinen rund 650 Millionen Nutzern hat seiner Meinung nach einen entscheidenden Vorteil: Es gibt derzeit keine Alternative. Ein Nachfolger, da ist sich Hedemann sicher, müsste nicht nur alles können, was Facebook ohnehin schon kann, sondern es auch besser machen.

Bildquelle: CC-BY Meredith_Farmer | flickr.com

Hier die Liste von Falk Hedemann, mit den 17 Fakten, die an Facebook nerven:

  1. Facebook macht zu wenig gegen Spam, Würmer, Scam-Apps, die die Nutzer reinlegen etc.
  2. Immer wieder gibt es Probleme mit der Performance: Die Seite lädt langsam oder nur teilweise. Manche Profilseiten (bleiben scheinbar dauerhaft im Ladevorgang stecken) und Bilder (nur schwarzer Hintergrund) laden gar nicht.
  3. Inkonsistenzen: Inhalte verschwinden und tauchen später wieder auf, man bekommt Kommentare signalisiert, die man dann aber nicht sehen kann…
  4. Mobile-Apps teils schlecht gepflegt, Features werden erst spät nachgezogen: Android z.B. keine Fanpages, iOS keine @-Mentions; iPad-App fehlt ganz
  5. Die Suche ist wirklich schlecht. Schon einmal versucht, da irgendetwas in Facebook zu finden, was kein Name war? Posts können zum Beispiel nicht vernünftig durchsucht werden.
  6. Facebook zensiert Inhalte, Links. Manche Websites kann man nicht direkt verlinken, auch wenn sie harmlos sind. Manche Facebook-Seiten werden gelöscht, andere behalten (Nazigruppen…)
  7. Spionage der Nutzer, auch wenn sie gar nicht auf Facebook sind (Like-Button).
  8. Der Dislike-Button fehlt!
  9. Dauernde Änderungen der Privacy-Einstellungen zuungunsten der Nutzer.
  10. Die Privacy Policy ist inzwischen länger als die Amerikanische Verfassung.
  11. Die Facebook Default Einstellungen sind viel zu offen. Neue bzw. unbedarfte Nutzer veröffentlichen mehr als ihnen lieb ist.
  12. Default ist auf http eingestellt, die Einstellung für https ist in den Settings „versteckt“. Facebook spart sich so Serverload zu Lasten der Nutzersicherheit.
  13. Die Rechte an hochgeladenen Bildern gehen auf Facebook über, aber wer weiß das wirklich?
  14. Es werden kaum Gestaltungsmittel für Profile angeboten, da war MySpace schon einen Schritt weiter.
  15. Immer wieder neue Bugs: Unter „Freunde im Chat“ werden beispielsweise manche Bilder mehrmals angezeigt. Gelesene Nachrichten werden nicht vernünftig auf gelesen gesetzt: die rote Zahl neben „Nachrichten“ bleibt oft stehen, obwohl die Nachricht schon gelesen ist.
  16. Posts werden teilweise nicht live veröffentlicht, sondern mit einer leichten Zeitverzögerung. Das führt nicht selten zu doppelten Posts, gerade im mobilen Einsatz.
  17. Die Bilderleiste, die man im Profil sieht, ist unpraktisch umgesetzt: 1. Man muss sich selbst im Bild markieren. 2. Wenn man von Freunden irgendwo markiert wird, zerstört das die Bilderleiste, weil immer die fünf neusten Markierungen in die Bilderleiste kommen.

Und jetzt die Fragen an Euch: Seid Ihr von dem sozialen Netzwerk genervt? Habt Ihr vielleicht noch andere Kritikpunkte? Oder seid Ihr anderer Meinung und habt an Facebook nichts auszusetzen?

Wir freuen uns auf Eure Kommentare im Anschluss an den Blogbeitrag und eine spannende Diskussion!

By | 2011-05-16T12:00:37+00:00 16. Mai 2011|Categories: Allgemein|Tags: , , , |

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Ein Kommentar

  1. sabinehaas 16. Mai 2011 um 17:46 Uhr

    Ich bin gespannt, was kommentiert oder diskutiert wird. Mich nervt Facebook schon häufig, vor allem aus den Datenschutzlos-Gründen. Und es ist mir nicht sympathisch. Aber – wie der Kölner zu sagen pflegt – da machste nix! :)

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