Messebericht zur Research & Results 2008

Zurück in Köln an unseren Schreibtischen können wir nach einigen Überlegungen sagen: Die Research & Results 2008 war für uns eine erfolgreiche Messe, und wir werden auch im kommenden Jahr wieder dabei sein.

Unser Messeslogan „result digital – Forschung in sozialen Netzen“ war plakativ an unserer Messewand zu lesen und hat viele Besucher zu einem Gespräch mit uns bewegt. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Bei wachsendem Interesse am Thema Web 2.0 lag die Neugier der Besucher an unserem Slogan aber nicht ganz fern. Somit gab uns die Messe eine gute Gelegenheit, unsere qualitativen und quantitativen Aktivitäten in diesem Bereich ein wenig näher zu erläutern und uns mit Wettbewerbern und potenziellen Auftraggebern über deren Erfahrungen und Erwartungen auszutauschen:

Das Monitoring des Social Web scheint nach wie vor mit großen Hoffnungen verbunden zu sein. Natürlich ist die Vorstellung, Menschen zuzuhören, wie sie über Produkte und Marken im Netz schreiben für Marktforscher sehr verlockend. So könnte man sich die Frage stellen, ob die Beobachtung und Auswertung in Sozialen Netzen die Marktforschung überflüssig macht. Daran glauben wir ehrlich gesagt nicht, auch nicht an eine Ablösung der klassischen Marktforschungsinstrumente. Vor allem aus zwei Gründen: Erstens ist der Aufwand der Datenaufbereitung und Analyse ein erheblicher und lässt sich nur sehr bedingt automatisieren. Die Identifikation relevanter Zitate oder gar Diskussionsverläufe und die Kategorisierung muss letztlich von Menschen durchgeführt werden. Zweitens ist die Frage nach der Repräsentativität von Zahlen in diesem Bereich eine nicht unerhebliche. Schließlich können wir nicht sagen, aus welcher Grundgesamtheit der aktiven Webnutzer sich die Zahlen speisen und so angenehm wir selbst die Anonymität im Netz auch empfinden, so ist diese für die Forschung im Netz nicht zuträglich.

Von | 2008-11-27T17:00:11+00:00 27. November 2008|Kategorien: Allgemein|Tags: , , , , |

Über den Autor:

Janine Kammann-Anyiam
Die gebürtige Berlinerin ist seit 2008 Wahl-Kölnerin und Teil des result-Teams. Sie verantwortet den Bereich internes und externes Marketing für die result gmbh und einiger Kunden.

Ein Kommentar

  1. Sabine Haas 3. Dezember 2008 um 13:46 Uhr

    Dazu möchte ich etwas ergänzen: Mir wurde bewußt, dass bei vielen Kunden und Forschern auch die verständliche Neugier besteht, innerhalb von Communities bestimmte Themen zu monitoren. Die Virtualität des Netzes lässt uns dabei alle oftmals vergessen, dass hier vielleicht auch berechtigte ethische Einwände bestehen: Würde man selbst wollen, dass man z.B. am Flughafen in der Wartehalle abgehört wird, damit der Reiseveranstalter mehr über die Stimmung seiner Kunden erfährt…? Ähnlich sehe ich auch die Community nur als teilöffentlichen Raum, der eines gewissen Schutzes bedarf…

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