Kürzlich habe ich diese Videos von Coca Cola gesehen. Ich war sofort begeistert. Es ist zwar etwas mühevoll, sich beide Videos komplett anzuschauen, aber es lohnt sich. Nicht nur die Machart ist toll, sondern auch die Gedanken zu einem „dialogischen und flüssigen Entwicklungs- und Marketingansatz“ finde ich äußerst spannend.

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Tatsächlich glaube ich, dass mit diesen Videos das auf den Punkt gebracht wurde, was man derzeit überall spürt und was sich an vielen Stellen bereits konkret zeigt:

Zwischen Produktentwicklung, Marktforschung, Marketing und Kundenkonsum existieren keine klaren und harten Grenzen mehr. Die Übergänge zwischen diesen Stufen des Produktions- und Vermarktungsprozesses werden immer fließender. Und was noch wichtiger ist: Der Kunde wird von Beginn an in diese Prozesse einbezogen und beteiligt sich aktiv.

Wie das funktioniert, zeigt die derzeitige Kampagne von Coca Cola. Auf einer Crowdsourcing-Plattform werden von den Usern Ideen für einen neuen Cola-Kasten  gesammelt. Der beste Vorschlag wird anschließend von den Usern gewählt und prämiert.

Beobachtet man diese teilweise drastischen Veränderungen, dann muss man sich als Marktforscher fragen, welche Konsequenzen diese für unsere Branche hat. Coca Cola hat in den Videos auch auf diese Frage eine Antwort: Die Forschung muss sich „verflüssigen“ und neue Schwerpunkte setzen. Es geht nicht mehr in erster Linie darum, „Trackings“ für Marketingkampagnen oder die Akzeptanz eines Produkts zu fahren, sondern künftig mehr und mehr um die Bewertung von Ideen (noch vor der Entwicklung von Konzepten). Und diese Bewertung von Ideen muss durch kreative und dialogische Forschungskonzepte erfolgen, beispielsweise mehr und mehr durch Co-Creation.

Unsere Branche befindet sich im Wandel. Und wir sind gut beraten, uns bereits heute darum zu kümmern. Für uns als kleines Institut stellt dies eine enorme Herausforderung dar, der wir uns derzeit mit viel Engagement, Workshops, Strategiekonzepten etc. stellen. Wohin die Reise dabei genau geht, wird sich zeigen. Klar ist jedenfalls: Das Ergebnis ist eher flüssig, als fest.