Make it happen!: Twitter-Ads und Weihnachten – so geht’s

Viele denken im Zusammenhang mit Werben via Social Media immer noch ausschließlich an Facebook. Doch auch über Twitter können Unternehmen – groß wie klein – ihre Kunden durch gezieltes Werben erreichen. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit macht das besonders viel Sinn. Schließlich gilt der Dezember als verkaufsstärkster Monat des Jahres. Umsätze wollen erzielt und Budgets ausgeschöpft werden.

Zugegeben: Auch wenn manche Statistik, mit der Twitter zur Nutzung seiner Ads wirbt, nur bedingt auf dem deutschen Markt beruhen und natürlich in eigener Sache geschehen, denke ich, dass viel mehr Unternehmen hierzulande diese Möglichkeit zur Bewerbung ihrer Produkte nutzen könnten. Denn eines ist sicher: Auch in Deutschland gehören die meisten Twitter-User zur Gruppe der sehr medienaffinen Onliner und gelten darüber hinaus als vielversprechende Multiplikatoren. Ein weiterer Punkt: Anzeigen auf Twitter fallen garantiert keinem Adblocker zum Opfer. Gute Gründe also, gerade jetzt zum nahenden Fest mit den Usern des Netzwerks ins Gespräch zu kommen. Wie wäre es zum Beispiel mit der Frage nach dem perfekten Geschenk für bestimmte Alters-, Berufs- oder andere Interessensgruppen? Oder aber man promoted einfach das eigene Produkt/die eigene Dienstleistung und unterstützt die Twitter-User damit bei ihrer Suche nach Inspirationen und Ideen fürs Weihnachtsfest.

Los geht’s

Im Prinzip ist es ganz einfach. Zunächst einmal klickt man im Ad-Manager oben rechts auf »Neue Kampagne erstellen« und definiert sodann seine Ziele: neue Follower, Interaktion mit der eigenen Webseite oder eine der anderen aufgeführten Möglichkeiten.

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Die Stellschrauben

Hat man sich für eine Kampagnenart entschieden, benennt man diese im nächsten Schritt und weist ihr die gewünschte Laufzeit zu. Dann geht es an die Stellschrauben der Aktion oder besser gesagt ans »Targeting«. Zur Auswahl stehen:

  • Standort (Länder, Bundesländer, Regionen, Metropolen oder Postleitzahlen)
  • Geschlecht
  • Sprache der Zielgruppe
  • Device (Desktop oder mobile. Achtung: Wer sich für die mobile Variante entscheidet, bitte darauf achten, dass die Seite, auf die verwiesen wird, auch tatsächlich responsive ist!)

Neben diesen vier grundsätzlichen Optionen gibt es weitere, die nicht zu vernachlässigen sind:

  • Schlagwörter in Suchabfragen
    Diese Möglichkeit bietet sich ganz besonders für saisonale Kampagnen an. Heißt: Keywords rund um das Thema Weihnachten suchen und diese mit Hashtag eingeben. Als da wären: Weihnachten, Geschenke, Plätzchen, Weihnachtsmarkt, Weihnachtszeit usw. Auf zu lange oder spezifische Schlagwörter sollte verzichtet werden.
  • Look alikes
    Hiermit nimmt man jene Twitter-User ins Boot, die ähnlich den eigenen Followern sind, bislang aber bloß der Konkurrenz (!) folgen.
  • Interessen
    Aus insgesamt mehr als 350 Interessengebieten das Passende auswählen.
  • Maßgeschneiderte Zielgruppe
    Bei dieser Form des Remarketings kann man eine Liste der Personen zusammenstellen, die bereits zuvor auf der Webseite gelandet sind (conversion tracking).
  • TV-Gewohnheiten
    Damit definiert man die Zielgruppe nach deren favorisierten Programmen, Netzwerken oder auch Sendungsgenres.
  • Event-Targeting
    Alle Events zum Thema »Weihnachten« können durchsucht bzw. Events, die dazu verfügbar sind, ausgewählt werden. Das bedeutet: Wählt man das Hashtag zu diesem Ereignis, werden alle User erreicht, die dieses benutzt haben. Der Ehrlichkeit halber muss aber gesagt werden, dass diese Möglichkeit sich eher für den US-Markt eignet.
  • Verhaltens-Targeting
    Diese Option ist in Deutschland derzeit – leider, leider – noch nicht verfügbar.

Grundsätzlich gilt: Je gezielter man bei der Kampagnenerstellung vorgeht, desto mehr User werden erreicht.

Kein Mindestbudget

Kampagnen werden zu einem Tagesbudget ab 1 USD angeboten. Optional dazu empfiehlt sich die Auswahl eines Gesamtbudgets. Hinzu kommen noch folgende Gebotsvarianten:

  • Automatisches Gebot
    Twitter hilft dabei, das beste Ergebnis zum niedrigsten Preis innerhalb des festgelegten Budgets zu bekommen.
  • Zielgebot
    Gezahlt wird pro Lead/Klick. Logischerweise kommt es bei dieser Option schon mal zu Abweichungen zum angegeben Tagesbudget. Twitter achtet nach eigener Aussage aber darauf, dass diese nie mehr als 20 Prozent betragen. In jedem Fall verschafft diese Gebotsart mehr Flexibilität bei den Aktionen.
  • Höchstbetrag
    In Rechnung gestellt wird nie mehr als dieser Betrag, eventuell aber weniger.

Die Gestaltung

Auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Hat man sich beispielweise für die Kampagne »Websiteklicks oder Conversions« entschieden, kann mithilfe einer sogenannten Twitter-Card ein »Call to action« erstellt werden. Mit dazu gehört ein Bild, von dem aus der User onClick auf die eigene Webseite weitergeleitet wird.

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Das in der Card verwendete Bild sollte ansprechend sowie inhaltsrelevant gewählt sein, um entsprechende Emotionen zu transportieren. Apropos Emotionen: Tatsächlich eignen sich Emojis hervorragend für den Werbe-Tweet. Sinn- und maßvoll eingesetzt, verleihen sie ihm den gewissen persönlichen Touch. Listen mit entsprechenden Icons zur Weihnachtszeit finden sich im Netz zuhauf. Hinsichtlich der Anzahl der verwendeten Zeichen im Tweet gilt: Weniger ist mehr. Maximal 100 sollten es sein. Hier zwei Beispiele, die in dieser Woche in meiner Timeline auftauchten.

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Wer wagt, kann gewinnen

Wer nun Lust bekommen hat, Twitter-Ads auszuprobieren, dem empfehle ich: Einfach mal mit einem geringen Budget loslegen. Und sollte es zum Fest nicht mehr klappen: Neujahr bietet die nächste großartige Gelegenheit. Schließlich wollen all die guten Vorsätze für 2016 begleitet sein. Stichworte: Fitness, Ernährung, Sport, Workshops, Wintersales … die Möglichkeiten sind auch nach den Weihnachtstagen immer noch geradezu »himmlisch«.

Von | 2015-12-09T13:19:05+00:00 8. Dezember 2015|Kategorien: Onlinemarketing, Social Media, Social Media Marketing, Werbung|

Über den Autor:

Alexa Brandt
Seit 1998 als Redakteurin für die result gmbh tätig, übernahm sie im August 2012 als zertifizierte Social Media Managerin die Leitung der Unternehmenskommunikation und kümmert sich neben der klassischen PR auch um die sozialen Kanäle und das Corporate Blog der Digitalagentur. Zudem verantwortet sie redaktionelle Projekte namhafter Kunden. Seit Juni 2013 ist sie stellvertretende Leitung der Digitalredaktion.

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