Tagtäglich wird jeder Einzelne von uns unbewusst von Tausenden Informationen überflutet: Ob offline in Form von Werbeplakaten oder digital über Fernsehen und Internet. Gleichzeitig suchen wir mehrmals täglich nach Informationen – wobei das Internet heute die Informationsquelle Nr. 1 darstellt. Weltweit werden täglich etwa 3,45 Milliarden Suchanfragen im Internet gestellt. In Deutschland suchen dabei 9 von 10 Personen bei Google. Beachtenswert ist, dass 86 Prozent der Nutzer niemals jenseits der ersten Seite der Google-Ergebnisse schauen. Und: Zwei Drittel aller Nutzer betrachten ausschließlich die ersten fünf Treffer. Für Unternehmen bedeuten diese Zahlen ganz klar: Sie sollten sich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) befassen, um für Sichtbarkeit Ihrer Webseite zu sorgen.

Was ist Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

Search Engine Optimization (SEO) bedeutet, die Inhalte einer Webseite so zuzuschneiden, dass sie bei Google und Co. für bestimmte Suchanfragen möglichst weit oben in den Suchergebnissen angezeigt werden. Nutzer gehen bei jeder Suche mit einer bestimmten Intention vor, die darin bestehen kann, Informationen zu sammeln, einen Ort zu besuchen oder ein Produkt zu kaufen. Google scannt jede existente Webseite im Netz, erstellt daraus einen riesigen Datenpool und gibt bei jeder Suchanfrage Links zu jenen Webseiten aus, die das Bedürfnis des Nutzers mit größter Wahrscheinlichkeit befriedigen. Dabei bezieht Google etwa 200 sogenannte Rankingfaktoren in seine Bewertung einer Webseite ein. Die Mehrzahl dieser Faktoren hält Google geheim, gibt jedoch auch Tipps zur qualitativ hochwertigen Gestaltung von Webseiten, an denen sich Ersteller orientieren können, um die eigene Auffindbarkeit zu verbessern.

„Das Ziel von Suchmaschinenoptimierung ist, bei der richtigen Suchanfrage mit dem richtigen Treffer auf der ersten Seite der Suchergebnisse auffindbar zu sein.“

Wie Sie ein Top-Ranking Ihrer Webseite bei Google mithilfe von Suchmaschinenoptimierung erzielen, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Das Thema SEO ist jedoch so umfassend, dass hier nur auf die wichtigsten Punkte eingegangen werden kann. Gerne beraten wir Sie ausführlich und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen eine für Sie passende SEO-Strategie.

1. Datenanalyse erstellen

Der erste Schritt zur Verbesserung des Rankings ist eine Bestandsaufnahme an Daten. Zur Suchmaschinenoptimierung ist das von Google kostenlos angebotene Tool Google Search Console unerlässlich. Sobald Sie die Einrichtung abgeschlossen haben, erhalten Sie wertvolle Daten zur sogenannten organischen (im Gegensatz zur bezahlten) Suche für Ihre Webseite inkl. sämtlicher Unterseiten. So können Sie beispielsweise herausfinden, für welche Suchbegriffe Ihre Seite bereits recht gute Ergebnisse erzielt, wie häufig Ihre Seite angeklickt wird und ob es technische Probleme gibt. Noch ausführlichere Daten erhalten Sie mit einem Tracking-Tool wie matomo oder Google Analytics. So finden Sie heraus, welche Geräte Ihre Webseitenbesucher nutzen, von welcher Seite sie kommen (Organische Suche, Direkt, Link, Social Media, Bezahlte Suche) und wie lange sie sich wo aufhalten. Eine zielgerichtete Datenanalyse legt den Grundstein für Ihre Suchmaschinenoptimierung, wobei zur Interpretation der Daten zusätzlich einige Erfahrungswerte notwendig sind.

2. Webseiten-Nutzer und Zielgruppe identifizieren

Die grundlegende Datenanalyse gibt Ihnen die Möglichkeit, Rückschlüsse auf Ihre Nutzer und deren Interessen zu ziehen. So können Sie sich Schritt für Schritt ein Bild von Ihrer Zielgruppe machen und überlegen, welche Inhalte Ihren Nutzern einen Mehrwert bieten können. Welche Intentionen verfolgen Besucher Ihrer Webseite? Womit können Sie Ihre Nutzer glücklich machen? Welche Informationen, Angebote und Formate sind besonders wichtig und attraktiv? Auf diesen Schritt in der Suchmaschinenoptimierung sollten Sie ein besonderes Augenmerk legen, denn je genauer Sie Ihren Nutzer kennen, umso besser können Sie Ihre Webseiten im weiteren Prozess zuschneiden.

3. Suchintention nachvollziehen und Keywords festlegen

Sobald Sie sich ausführlich mit Ihren Nutzern befasst und deren Intentionen verfolgt haben, können Sie an Ihren Inhalten feilen. Dazu sollten Sie zunächst für jede Unterseite das entscheidende Keyword festlegen. Das Keyword entspricht dem Suchterm, für den Sie bei Google Ihr Ranking verbessern möchten. Dabei muss es sich gar nicht um ein einzelnes Substantiv handeln. Häufig suchen Nutzer vielmehr nach einer Wort-Kombination oder stellen Google eine Frage. Insbesondere in Zeiten der Suche über Sprachassistenten wie Alexa und Co. nehmen die sogenannten Longtail-Keywords, also lange Suchanfragen, zu.

Um ein aussagekräftiges und eindeutiges Keyword für jede Unterseite zu bestimmen, führen Sie zunächst eine Keyword-Recherche durch. Dazu sammeln Sie zunächst erste eigene Ideen und können dann mithilfe einer Vielzahl von kostenlosen oder kostenpflichtigen Tools weitere verwandte Suchbegriffe und Keyword-Ideen zusammenstellen. Einige der Tools – auch der kostenlosen – bieten Ihnen außerdem die Möglichkeit, ausgewählte Keywords zu bewerten. Einbeziehen sollten Sie die Faktoren Suchvolumen, Wettbewerb, aber auch Preise für etwaige Werbeanzeigen bei Google. Je höher das Suchvolumen desto stärker umkämpft wird ein Keyword in der Regel sein, was sich wiederum in einer größeren Konkurrenz und teureren Werbepreisen zeigt. Wählen Sie Ihr Keyword deshalb so aus, dass es ein gutes Suchvolumen hat und gleichzeitig eine „schlagbare“ Konkurrenz. Die Keyword-Bestimmung ist der wohl wichtigste und zugleich schwierigste Schritt, der somit viel praktische Erfahrung und ein gutes Gespür für den Nutzer benötigt.

4. Technische Voraussetzungen erfüllen

Damit Google Ihre Seite überhaupt finden kann, sollte sie über einen eindeutigen Link (URL) erreichbar sein. Bereits diese URL sollte aussagekräftig und relevant für Ihr ausgewähltes Keyword sein. In der Google Search Console können Sie herausfinden, ob Ihre Seite „indexiert“ ist, d.h. ob Google Ihre Seite kennt, regelmäßig scannt und sie entsprechend in den Suchergebnissen angezeigt werden kann. Je nach System, mit dem Ihre Webseite erstellt ist, können Sie ganz einfach überarbeiten, welcher Text für Ihre Seite in den Suchergebnissen angezeigt wird. Das sogenannte Snippet setzt sich aus der Überschrift Ihrer Seite und einer Beschreibung zusammen. Ein Snippet sollte zum Klicken anregen und dem Nutzer gleichzeitig wichtige Informationen über die Seite bieten.

Gelangt der Nutzer nun von Google auf Ihre Webseite, sind zwei Faktoren besonders entscheidend: die Ladegeschwindigkeit und responsives Design. Internetnutzer sind heutzutage sehr ungeduldig, vor allem wenn sie mobil im Netz surfen. Überschreitet die Ladegeschwindigkeit die Marke von 3 Sekunden, so nimmt die Absprungrate um 90 Prozent zu. Ziel einer Seitenoptimierung sollte deshalb immer auch die Reduzierung der Seitenladezeit auf unter 3 Sekunden sein. Haben Sie mit Ihrem Tracking-Tool herausgefunden, dass die Mehrzahl Ihrer Nutzer über ein mobiles Endgerät Ihre Seite besucht, dann sollten Sie besonders viel Wert auf ein responsives Design legen. D.h. Bilder, Videos und Text müssen sich je nach Gerät in der Größe an den Bildschirm Ihres Nutzers anpassen können.

5. Inhalte mit Mehrwert erstellen

Eine Zeit lang war es gang und gäbe, Webseiten mit den zuvor festgelegten Keywords so vollzustopfen, dass Nutzer beim Lesen wenig Freude hatten. Damit erzielte man als Webseitenersteller ein Top-Ranking bei Google. Viel hat sich seitdem gewandelt: Google bittet alle Webmaster nunmehr Ihre Seiten in erster Linie für Nutzer zu erstellen und nicht für Suchmaschinen. Aus diesem Grund werden hilfreiche, informative Webseiten, deren Inhalte klar und strukturiert sind, heutzutage bei Google am besten bewertet. Überlegen Sie sich also zunächst, welche Bedürfnisse ein Nutzer bei einem Suchterm mitbringt. Welche Fragen möchte Ihr Leser beantwortet haben? Welche Informationen wünscht sich Ihr Nutzer? Versuchen Sie mit Ihrer Webseite möglichst alle Bedürfnisse zu erfüllen und Fragen zu beantworten, dann wird auch Google Ihre Seite lieben. Denn: Die Suchmaschine bezieht in ihr Ranking mit ein, wie sich ein Nutzer nach dem Klick auf Ihr Suchergebnis verhalten hat. Kehrt der Nutzer sofort wieder zur Suchergebnisseite bei Google zurück? Dann hat er wohl nicht gefunden, wonach er gesucht hat, und das Ranking Ihrer Seite verschlechtert sich. Bleibt der Nutzer hingegen auf Ihrer Seite und kehrt nicht zu den Suchergebnissen zurück, sendet dies positive Signale an die Suchmaschine aus.

6. Verlinkungen einfügen

Das Internet wird nicht umsonst auch Netz genannt. Das zugrunde liegende System sorgt für die Vernetzung von Rechnern rund um die Welt. Eine Internetseite ist dabei kein in sich abgeschlossenes Konstrukt, sondern Teil eben jener weltweiten Vernetzung. Deshalb legt Google Wert auf sinnvolle Verlinkungen zu anderen Webseiten, davon lebt das Netz! Sicherlich können und müssen Sie Themen, die mit Ihren Inhalten semantisch in Verbindung stehen, nicht immer zusätzlich ausführen. Häufig wären ausschweifende Exkurse nötig, um weiterführende Gesichtspunkte zu erläutern. Recherchieren Sie stattdessen nach einer Seite, die diese Aspekte bereist sehr gut behandelt, und setzen Sie in Ihrem Text eine Verlinkung zu dieser Seite. Ihre Nutzer werden es Ihnen danken – und Google ebenso.

Ein weiterer Punkt, der die Glaubwürdigkeit und Qualität Ihrer Webseite bestätigt, sind sogenannte Backlinks. Auch andere Webseitenersteller wissen selbstverständlich über die Wichtigkeit von Verlinkungen. Wenn Sie Ihre Sache besonders gut gemacht haben und Ihr Inhalt einem anderen Webmaster gefällt, wird er hoffentlich auf Ihre Webseite verlinken. So sammeln Sie Backlinks, die zur erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung beitragen.

7. Nutzerführung optimieren

Eine klar strukturierte Seitenhierarchie sowie eine deutlich hervorgehobene Navigation helfen Ihren Webseiten-Nutzern bei der Orientierung. Damit sich Besucher gut auf Ihren Seiten zurechtfinden, sollten Sie wichtige Inhalte im oberen Sichtbereich platzieren. Verwenden Sie zur Vermittlung wichtiger Namen und Links oder wichtiger Inhalte lieber Text anstatt Bilder. Wenn Sie Bilder für Textinhalte verwenden möchten, fügen Sie mithilfe des ALT-Attributs beschreibenden Text hinzu. Stellen Sie außerdem sicher, dass Links innerhalb Ihrer Webseite immer das korrekte Ziel erreichen und möglichst nicht auf einen 404-Seitenfehler („Diese Seite existiert nicht.“) hinauslaufen. Sollten Sie einzelne Unterseiten entfernen oder für die Überarbeitung offline stellen, überlegen Sie vorher, auf welcher Seite der Nutzer stattdessen inhaltlich am ehesten landen könnte und richten eine Weiterleitung ein.

8. Monitoring und Datenauswertung durchführen

Ziel Ihrer Suchmaschinenoptimierung ist sicherlich vorrangig eine verbesserte Auffindbarkeit im Netz. Um festzustellen, wie erfolgreich Ihre Optimierung ist, sollten Sie verschiedene Leistungskennzahlen einbeziehen. In der Google Search Console erfahren Sie nicht nur, wie sich Ihr Ranking insgesamt und für einzelne Seiten verbessert hat, sondern können auch sehen, ob die Zahl der Besucher über organische Suchzugriffe sich erhöht. Die sogenannte Klick-Rate gibt Aufschluss darüber, zu wie viel Prozent die Nutzer in den Suchergebnissen auf Ihre Seite geklickt haben. Eine schlechte Klick-Rate kann darauf hindeuten, dass Ihr ausgewähltes Snippet die Nutzer weniger gut anspricht. Die Verweildauer auf Ihrer Seite sagt aus, wie lange sich Nutzer mit Ihren Inhalten befassen. So können Sie mit geschultem Auge beliebte Themen, Texte und Videos identifizieren – wichtiges Wissen für die zukünftige Erstellung weiterer Seiten oder die Ergänzung Ihrer Inhalte.

9. Fortlaufende Anpassung

Suchmaschinenoptimierung ist keine einmalige Analyse, sondern ein fortwährender Kreislauf! Die Wirkung Ihrer Maßnahmen wird sich erst nach etwa sechs Monaten bis zu einem Jahr so richtig zeigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es in dieser Zeit nichts mehr zu tun gibt. Sie sollten mithilfe des Monitorings und der Datenanalyse immer wieder Anpassungen oder Ergänzungen durchführen, die Ihre Webseite für die Nutzer noch attraktiver, informativer oder hilfreicher machen. Denn auch eine regelmäßige Aktualisierung und Erweiterung Ihrer Inhalte sorgt für positive Effekte in der Suchmaschinenbewertung.

Setzen Sie sich mit uns zusammen.

Wie können wir Sie unterstützen?