»Was ist Kultur für Dich?«. Mit dieser Frage ruft Tanja Praske in ihrer Blogparade dazu auf, eine persönliche Kultur-Definition zu entwerfen. Für das result-Institut habe ich mich in der Kölner Innenstadt umgehört und verschiedene Meinungen zu Kultur als Gesamtkonstrukt eingeholt. Darunter waren Kölner Bürgerinnen und Bürger, Touristen, Studierende der Musikhochschule und einige ausgesprochene Kulturliebhaber.

Eine kleine, nicht repräsentative Auswahl der Kulturdefinitionen:

Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Frage »Was ist Kultur (für Sie)?« gar nicht immer so leicht zu beantworten ist. Insbesondere die »Menschen vom Fach«, also die Musikstudenten, baten darum, die Frage zu konkretisieren. Doch das ist das Spannende an der Frage, dass sie in alle denkbaren Richtungen gehen kann.

Häufig genannt wurden Museen, Musik, Oper und Kunst sowie auch die Natur, die Gesundheit und die Lebensqualität. Kultur soll außerdem den Geist anregen. Thematisiert wurde auch die teils fehlende Kulturförderung und die Frage, wer sich Kultur leisten kann und was sie für die Gesellschaft leisten kann. Allen Befragten war Kultur mehr oder weniger wichtig, niemand sagte, dass sie für ihn oder sie keinen hohen Stellenwert hätte.

Obwohl mir persönlich klassische Musik, Theater und alte Kunstmuseen gefallen, finde ich, dass Kultur nicht zwingend Hochkultur sein muss. Auch moderne Redewettbewerbe wie Poetry Slams oder Rap-Battles fallen für mich unter diesen Begriff. Genauso ist unsere Kommunikationskultur in den sozialen Medien ein Teil unserer heutigen Kultur. Nicht zu vergessen sind westliche Traditionen wie Weihnachten, Ostern sowie die Ess-, Club-, Konzert- und Sprachkultur. Das sind alles schöne Dinge, die man genießen sollte.