Kein Kommentar

Ein sehr schönes Feature hat der Medienjournalist Stefan Niggemeier in sein Blog eingebaut: Die Leser können nun die Kommentare abschalten. In einer “Pressemeldung” heißt es von Niggemeier dazu: “Auf diese Weise kommen wir den Wünschen vieler Blog-Leser nach, die sich von diesem interaktiven Moment bedroht fühlten oder das unfassbare Gesabbel unter viele Einträgen nicht mehr ertrugen.” Sein Vermarkter Sascha Lobo ergänzt: “Die Kommentare auf stefan-niggemeier.de/blog beweisen die intensive Mitmachability von Blogs bis tief in die unteren Zielgruppen hinein. Durch die individuelle Abschaltbarkeit wird sich die Nutzervarianz sehr stark einengen – ein klarer Vorteil für den Werbekunden, weil Kommentare nicht mehr unbeabsichtigt gelesen oder geschrieben werden dürften.”

Niggemeiers Aktion ist als satirischer Kommentar auf die bestätigte Einstweilige Verfügung des Hamburger Landgerichts zu verstehen. Das von Niggemeier kritisierte Unternehmen Callactive hatte die Einstweilige Verfügung wegen eines Kommentares in seinem Blog erwirkt. Niggemeier hatte den Kommentar zwar direkt gelöscht, nachdem er ihn gelesen hatte. Callactive verlangt von ihm aber faktisch, die Kommentare vor Veröffentlichung zu prüfen, was dem Wesen von Blogs grundsätzlich widerspricht.

Stefan Niggemeier betreibt mit Christoph Schultheis das erfolgreichste deutsche Blog “Bildblog”.

Derweil türmen sich sich die Kommentare zum entsprechenden Blogpost. Leser Harm meint etwa treffend: “Web 2.06 – Du bist erfunden!”

By | 2015-07-16T14:07:15+00:00 5. März 2008|Categories: Internet|Tags: , , , |

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2 Kommentare

  1. thilo 5. März 2008 um 12:29 Uhr

    Kein Kommentar.

  2. Schalk 5. März 2008 um 16:51 Uhr

    Das Problem zu vieler Kommentare hat result ja zum Glück nicht

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