Heavy Rain – Achtung Fernsehen! Das Game rückt bedenklich nahe..

Mit Heavy Rain ist ein ganz besonderes Adventure-Game auf den Markt gekommen. Trotz laut Testzeitschriften eher durchschnittlicher Spielqualitäten fasziniert und bewegt dieses Spiel derzeit die Fachwelt.

Der Grund: Die Story, die Animation und die Technik haben ein enormes Level erreicht und wirken in ihrer Faszination so involvierend wie ein TV-Thriller.

Das Game handelt von vier Protagonisten auf der Suche nach einem Serienkiller, der ein Kind bedroht. Man spielt alle vier Figuren und muss einiges “durchleiden”, um zur Lösung zu gelangen.

Die hochauflösenden Bilder, die actionreiche Handlung und vor allem die Ausstrahlung des Protagonisten sind äußerst überzeugend und ziehen den Spieler in ihren Bann. Damit ist erreicht, was sowohl interaktives Fernsehen als auch Game-Industry lange schon anstreben: Der Zuschauer/Spieler erlebt die Emotionalität eines Film-Events und kann gleichzeitig aktiv beteiligt sein – und das über 10 Stunden.

Im Grunde ist das eine skurrile Entwicklung: Während in vielen Bereichen der TV-Produktion aufgrund bewusst schlechter Besetzungs- und Ausstattungsqualität nur noch ein niedriges Involvement erzeugt wird (Stichwort “Nebenbeifernsehen”), gelingt es der Game-Industrie mit Angeboten wie Wii oder Heavy Rain den User extrem zu aktivieren und emotional ins Geschehen zu ziehen. Also wer liefert es in Zukunft..? -Das ganz große Kino..?

Hier einige Links:
http://www.gamepro.de/test/spiele/ps3/action-adventure/heavy_rain_test/1964539/heavy_rain_test.html

Von | 2010-02-19T14:11:30+00:00 19. Februar 2010|Kategorien: Digitaler Wandel, Fernsehen, Multimedia (Foto, Video & Audio), Neue Medien|Tags: |

Über den Autor:

Sabine Haas
Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema "Digitaler Wandel/Medienwandel".

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