Facebook: die neue Macht im Web – Teil 4: Facebook Connect

Im ersten Teil haben wir den User näher betrachtet und die wichtigsten Funktionen der Profile beleuchten. Im zweiten Teil haben wir uns die sog. “Seiten” und die Möglichkeiten des Marketings genauer angeschaut. Im dritten Teil ging es um die Eigenschaft der Facebook-Anwendungen.

Im vierten Teil erklären wir „Facebook Connect“ genauer. Mit Facebook Connect wird Facebook-Usern die Möglichkeit gegeben, sich auf anderen Seiten mit ihrem Facebook-Login anzumelden. Prinzipiell ist es auch möglich, Profildaten wie Adressen oder Fotos sowie weitere Inhalte auf andere Websites mitzunehmen. Durch diese sog. Single-Sign-on-Lösungen wird es Webusern erleichtert, personalisierte Websites zu nutzen, d.h. Dienste nach ihren eigenen Bedürfnissen zu nutzen, ohne sich dort registrieren zu müssen. Damit bedient Facebook den Trend der Personalisierung des Webs. Informationen, die die User auf den Websites hinterlassen, können wiederum auf den Profilen in Facebook hinterlassen und so den Freunden zugänglich gemacht werden.

Auch bild.de nutzt mittlerweile Facebook Connect.

Sollte sich Facebook Connect durchsetzen, loggt man sich mit seinem Facebook-Profil nicht nur in Facebook, sondern in einen relevanten Teil des Internets insgesamt ein. Hier liegt das große Potenzial von Facebook Connect. Dass Gegenspieler wie My Space oder der Suchdienst Yahoo Facebook Connect nutzen, lässt dies erahnen. Auch Social-Bookmarking-Dienste wie Mister Wong oder Delicious nutzen Facebook Connect.

Im Marketing kann Facebook Connect dazu genutzt werden, Kampagnen auf der eigenen Website auch über Facebook zu verbreiten.

Auch mobile Anwendungen sind über Facebook Connect möglich. Die Erstellungen von Facebook-Connect-Anwendungen läuft über die offene Programmierschnittstelle.

Die Gefahr der endgültigen Kommerzialisierung des Internets im Allgemeinen und der Social Networks im Besonderen, die hier im Blog schon diskutiert wurde, wird hierdurch weiter heraufbeschworen. Genauso wie Google das Internet für sich erobert, tut dies nun auch Facebook. Beide Unternehmen kämpfen im Web letztendlich v.a. um Anteile im Werbemarkt.

Von | 2010-03-31T08:55:09+00:00 31. März 2010|Kategorien: Social Web|Tags: , |

Über den Autor:

Hinterlassen Sie einen Kommentar