Die Stärken unserer Klassiker (2): Online-Befragungen

Online-Befragungen sind – und das aus gutem Grund – aus der heutigen Marktforschungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Die Online-Befragung gibt es dabei natürlich nicht, stattdessen aber ein ganzes Bouquet an Möglichkeiten, Online-Befragungen durchzuführen – wie zum Beispiel die klassische Online-Befragung über ein Online-Access-Panel, Bus-Befragungen, E-Mail-Befragungen mit Kundendaten etc.

Diese Methode, online Zielgruppen zu den verschiedensten Themen zu befragen, hat viele Vorteile:

  1. relative geringe Kosten, insbesondere bei großen Fallzahlen.
  2. eine kurze Feldzeit.
  3. gute Erreichbarkeit von schwierigen oder eng definierten Zielgruppen.
  4. sehr gute Visualisierungsmöglichkeiten – sowohl was das Fragebogen-Layout betrifft, aber auch hinsichtlich der Darstellung des Untersuchungsgegenstands (Videos, Fotos, Zeitschriften etc.)

Wie bei jeder Methode müssen auch bei Online-Befragungen einige Aspekte im Vorfeld und während der Feldzeit beachtet werden, damit die Studie zu einem Erfolg wird.

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren in Kürze:

Wahl des Panel-Anbieters
Bei Online-Befragungen über ein Online-Access-Panel ist die Wahl des Panel-Anbieters nicht zu unterschätzen. Das Panel sollte aktiv rekrutiert sein und möglichst über eine Vielzahl von Panelisten-Stammdaten verfügen, sodass Zielgruppen-spezifisch rekrutiert werden kann. Kann ein Panel-Anbieter auch die schwierigsten Zielgruppen in großen Fallzahlen ohne Probleme anbieten, lohnt sich meistens eine kritische Nachfrage. Einige Panel-Anbieter sind mittlerweile ISO-zertifiziert – ein weiteres Qualitätskriterium.

Surveytainment
Die Layout-Möglichkeiten eines Fragebogens haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Dies gilt es zu nutzen. Fragebögen mit Surveytainment-Anteilen können die Motivation des Befragten steigern, der so die Lust am Antworten nicht so schnell verliert und gegebenenfalls auch bei etwas längeren Fragebögen bei der Stange bleibt.

Responsives Design
Der Fragebogen sollte zudem in einem responsiven Design gestaltet werden, da die Anzahl an Befragten, die via Smartphone oder Tablet an der Befragung teilnimmt, immer weiter steigt.

Feldzeit
Hetzen Sie die Zielgruppe nicht! Bei einer zu kurzen Feldzeit hat man zwar schnell Ergebnisse vorzuweisen, aber mitunter keine validen. Die Gefahr, einen besonderen Schlag Mensch in der Stichprobe überrepräsentiert zu haben, ist so besonders groß.

Zielgruppe und Fragestellung
Wie bei jeder anderen Methode gilt auch hier: Die Methode muss zum Studien-Design passen. Also muss sich auch vor jeder Online-Befragung die Frage gestellt werden: Kann ich über diese Methode meine gewünschte Zielgruppe erreichen? Können die gewünschten Erkenntnisse quantitativ erhoben werden? Oder bedarf es doch einer qualitativen Vorstudie?

Die Güte von Online-Befragungen steht und fällt aber ebenso wie bei anderen Methoden mit dem Know-how des Anwenders. Auch wenn es mittlerweile viele Do-it-Yourself-Lösungen gibt: Die Erstellung von Fragebögen und der Umgang mit den Zahlen nach der Erhebung will gelernt sein.

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By | 2015-07-16T12:15:17+00:00 11. November 2013|Categories: Allgemein, Forschung, Marktforschung, Methode, Online-Forschung|Tags: |

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