Der Tipping Point beim Umgang mit Social Media im Unternehmen

Ich möchte heute hier im Blog eine Diskussion anstoßen, beziehungsweise vielmehr zu einem Meinungsaustausch animieren. Thema: Die Akzeptanz von Social Media als integraler Bestandteil der Kommunikationsaktivitäten von Unternehmen.

Nach einer gewissen Zeit, in der ich als Beraterin für die neolog consulting tätig bin, stelle ich und auch viele meiner Kollegen in den diversen Kundenterminen, auf Messe- und Kongressbesuchen, in Gesprächen mit Kollegen und anderen „Social-Media-Experten“ fest, dass der vielerorts als „Tipping Point“ bezeichnete Moment des Stimmungsumschwungs zum Greifen nah scheint. Damit meine ich den Punkt, an dem Unternehmen weniger passiv abwarten, sondern zunehmend aktiv tätig werden. Und ich rede hier nicht von den Top 100 Firmen. Ich meine die große Masse, vorwiegend die KMUs, die eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und darüber hinaus darstellen.

Den so dahingesagten Satz „Wir müssen da mal was machen“ hat jeder im Business-Kontext schon einmal gehört, aber nun scheint eine neue Dynamik aufzukommen, die ich schwer beschreiben kann: Es hat etwas mit hektischem Aktionismus zu tun, welcher der Gelassenheit folgt. Der Hype macht der Selbstverständlichkeit Platz, und wer ein selbstverständliches Instrument nicht anwendet, ist weniger effektiv.

Meine These(n), die ich an dieser Stelle in den Blograum stellen möchte:

Wir stehen kurz vor dem oben beschriebenen Tipping Point.

Der Hype um Social Media ist vorbei. Er macht einem gesunden Pragmatismus Platz, bei dem die Qualität der Kommunikation in den einzelnen Kanälen in den Fokus rückt.

Für die neolog consulting haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, pragmatische Strategien gemeinsam mit unseren Kunden zu entwickeln, die vor allem eines berücksichtigen sollten: Den Empfänger der Kommunikation und damit die Zielgruppe!

Denn am Endes des Tages ist sie es, die man informieren, begeistern und binden möchte, egal auf welchem Kanal.

(Bildquelle: CC-BY Dittmeyer | flickr.com)

Von | 2011-06-09T15:06:15+00:00 9. Juni 2011|Kategorien: Social Media|Tags: , , |

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3 Kommentare

  1. kadekmedien 10. Juni 2011 um 8:00 Uhr

    Also, ich kann eine solche Stimmung auch bei meinen Kunden ausmachen. Und ich empfinde es ebenfalls als angenehm, dass dem eher beratungsresistenten Hype-Folgenmuss-Trend eine besonnene Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren, folgt. Oftmals stelle ich nämlich fest, dass die Kommunikationsstrategie als solche runderneuert werden muss, inkl. Kommunikationsmittel wie Corporate Website etc. Aus meiner Sicht macht es nämlich keinen Sinn, sich quasi mit leeren Händen unters munter plaudernde Social Media Volk zu mischen. Und wie gesagt, das Verständnis für derlei Zusammenhänge ist da.
    Die ganze Situation erinnert mich immer wieder an die Zeit vor 10-12 Jahren, als die Website gehypt wurde, und dann alle wegen des Platzens der Internetblase zunächst abwinkten, bevor sich allmählich die weniger aufgeregte Ansicht durchsetzte, die Website sei weniger Wundermittel denn notwendiges, modernes Kommunikatonsmittel. – Jetzt also Social Media. Und je weniger aufgeregt man es vermittelt, desto besser wird es für alle Beteiligten, gerade auch weil es so die Chance bekommt, authentisch zu sein.

  2. Cathrin Jacob 21. Juni 2011 um 6:11 Uhr

    Gerade gestern wieder traf ich vermehrt auf Kopfnicker als auf Die-Stirn-in-Falten-Leger, aber vielleicht lag es auch daran, dass ich in Österreich war und die Firmen dort #SocialMedia eher aufgeschlossen gegenüberstehen als in Deutschland – das ist zumindest meine Erfahrung. @kadekmedien: Danke für deinen Beitrag! Bist du auf dem #mefonrw? Dann wirst du dort auf meine Kollegin @punktefrau treffen. Ansonsten sehen wir uns wann anders mal, oder eben im Social Web! Bis dahin :)

  3. Ronald Machine 23. August 2011 um 8:39 Uhr

    I learned a lot from this post, much appreciated! :)

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