Umfrage: Das iPad – Spielzeug mit kurzer Halbwertszeit?

Seit dem 28. Mai ist das iPad in Deutschland auf dem Markt, doch obwohl ich mich dem Gerät immer wieder auf andere Weise zu nähern versuche, liegt es immer noch viel zu oft herum. Doch warum ist das so? Um das herauszufinden, habe ich nicht nur diesen Beitrag geschrieben, wir haben auch einen kurzen Fragebogen zusammengestellt, in dem wir gerne (jenseits der Kommentare) Eure Meinungen sammeln würden.

Näherung 1: Spiele

„Jupp“, dachte ich, „damit kann man aber fein spielen“. Tatsächlich sind viele kleine und kostenfreie Casual Games erhältlich, die nett aussehen und einen auf den ersten Blick ansprechen. Aber: Ich bin keine leidenschaftliche Gamerin. Vieles langweilt mich nach kurzer Zeit, vieles ist mir zu anstrengend. Und da kann das iPad selbst mit den schönsten Grafiken nicht viel dran ändern. Zwar habe ich das iPad schon genutzt, um mit einer Kollegin „Mensch ärgere Dich nicht“ zu spielen, aber uns fehlte der Würfel und überhaupt wurde uns das schnell zuviel. Und „richtige“ Spiele auf dem iPad finde ich dann wieder nur mäßig spannend. Da ist mir ein großer Bildschirm dann doch lieber.

Näherung 2: Twitter

„Für Twitter ist es aber nun wirklich optimal.“ – dachte ich in meinem zweiten Näherungsversuch. Jaaaa … stimmt. Andererseits: Mein iPhone habe ich sowieso in der Nähe liegen. Da kann ich auch das nehmen. Im Grunde reicht das fürs Sofa, weil ich da an Verweisen auf längere Artikel ohnehin nicht interessiert bin. Und im Tagesverlauf läuft Twitter auf meinem PC im Hintergrund …

Näherung 3: E-Mail

„Jetzt aber! Das ist es!“ Naja. Geht so. Lesen ist fein (gilt aber ebenso fürs iPhone), Schreiben ist nur mäßig praktisch. Siehe also oben: Entweder iPhone oder gleich PC.

Näherung 4: Facebook & Co

Dafür ist es ideal, denn hier ist das iPhone ja nun zu klein. Stimmt, aber so furchtbar viel mache ich nicht auf Facebook. Und ich habe auf dem iPad eine völlig neue Struktur, die ich wieder erst einmal durchschauen muss. Und das ist ja mit Mühe verbunden. Und darum lass ich das auch meistens.

Näherung 5: Kalenderfunktion

Die ist schön, ja – aber brauchen … Wieder reichen PC und iPhone in den meisten Situationen aus.

Näherung 6: E-Books

Ich lese doch so gerne! Und daher gehe ich mindestens alle 14 Tage in einen kleinen Buchladen und kaufe ein. Und daran hat auch das iPad bislang nichts geändert.

Näherung 7: Zeitungen und Zeitschriften …

… sind auf dem iPad einfach nur teuer und da ich bislang keine Abos (außer der Tageszeitung und dem Playboy) hatte, werde ich auch jetzt keine anschaffen, wo ich doch durch Twitter sowieso ständig hoch informiert bleibe.

Näherung 8: Surfen

Das geht mit W-Lan recht gut, mit den mobilen Netzen nur beschwerlich. Aber auch beim schnellen W-Lan stört es mich enorm, einerseits ein elektronisches Buch in der Hand zu halten, andererseits aber auf Bild- und Seitenaufbau warten zu müssen. Schon nach kurzer Zeit wechsle ich also wieder zum PC oder mache aus.

Das Ergebnis:

Alles ist irgendwie nicht schlecht, keine Funktion packt mich jedoch wirklich. Vielleicht ist das aber auch mein Problem, denn ich bin mit Sicherheit kein Pionier in Sachen Innovationen und auch wenig technikbegeistert.

Daher würde mich interessieren: Wie geht es Euch mit dem iPad? Wir haben einen kurzen Fragebogen zusammengestellt, in dem wir gerne (jenseits der Kommentare) Eure Meinungen sammeln würden. Wenn Ihr mitmacht, freut das unser Forscherherz! Und als Dankeschön gibt es für alle Teilnehmer anschließend natürlich auch die Ergebnisse. Und hier geht’s zum Fragebogen.

Foto: Rego / flickr / cc-by-sa

By | 2010-10-25T11:23:06+00:00 25. Oktober 2010|Categories: Kundenzufriedenheit, Mobile|Tags: , , |

Über den Autor:

Sabine Haas
Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema "Digitaler Wandel/Medienwandel".

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