10 Gründe für den Einsatz von Crowdsourcing in der Marktforschung

Crowdsourcing ist nicht nur eine moderne Möglichkeit, Kunden und Interessenten in Unternehmensprozesse zu integrieren. Es ist auch eine aufregende neue Methode für die Marktforschung. Es gibt zehn Punkte, die untermauern, warum Crowdsourcing für die nächste Marktforschungsstudie in Betracht gezogen werden sollte:

1. Vielseitigkeit: Crowdsourcing ist für viele Marktforschungszwecke geeignet, vor allem in qualitativer Hinsicht. Die Crowd hilft bei der Ideenfindung genauso wie bei der Entwicklung von konkreten Konzepten, Bewertung von Produkten oder Detaillierung von Dienstleistungen.

2. Kollaboration: Crowdsourcing beruht auf dem Prinzip der »Weisheit der Vielen«. Und genau da hat die Methode ihre Vorteile: Ideen werden aufgegriffen und weitergesponnen, die Teilnehmer helfen sich untereinander, zusammen mit Moderatoren und Auftraggebern geben sie Denkanstöße.

Eine große Masse von Menschen

3. Vielfalt: »Weisheit der Vielen« bedeutet auch, frische und unvoreingenommene Ideen zu erhalten. Der wesentliche Vorteil von Crowdsourcing ist das Ausbrechen aus dem gewohnten, unternehmensinternen Denken. Deshalb ist es meistens empfehlenswert, auch Menschen einzubeziehen, die sich in der Materie nicht auskennen. Erfahrungsgemäß sind gerade sie es, die die nötigen Impulse geben, aus denen neue Ansätze weiterentwickelt werden.

4. Flexibilität: Vielfalt bedeutet aber nicht automatisch, dass immer und in jedem Projekt jeder Interessierte Zugang zum Projekt haben sollte. Gerade bei speziellen Themen kann eine Einschränkung auf wenige, dafür aber versierte Experten sinnvoll sein. Eine Crowdsourcing-Plattform hilft, anhand von Stammdaten Personen vorzuselektieren. Auch Verfahren, in denen sich Interessierte um ihre Teilnahme bewerben, sind nicht unüblich (und steigern oft sogar die Motivation).

5. Fokussierung: Es gibt in der Regel nur eine Frage. Die muss deshalb so genau wie nötig und so offen wie möglich gestellt sein, damit einerseits nur die Beiträge aus der Crowd kommen, die tatsächlich zur Problemlösung beitragen, andererseits deren Kreativität nicht unnötig limitiert wird.

6. Motivation: Teilnehmer am Crowdsourcing sind oft »Überzeugungstäter«. Natürlich gibt es auch extrinsische Motivationsfaktoren; gute Ideen sollten auf jeden Fall honoriert werden, wenn nicht sogar ein allgemeines Incentive in Aussicht gestellt wird. Aber »Crowdsourcende« sind meistens auch stark daran interessiert, dem Unternehmen weiterzuhelfen oder dessen Produkte zu verbessern, manche schätzen auch einfach die Diskussionskultur oder haben Spaß daran, neue Ideen zu entwickeln.

7. Transparenz: Jeder Teilnehmer sieht alle Beiträge und Kommentare. Das ist ein essentieller Bestandteil eines guten Crowdsourcings, denn nur so können Inhalte aufgegriffen und fortgeführt werden. Transparenz gibt es zudem auch in Richtung Auftraggeber. Der kann die Entwicklung jederzeit verfolgen, kein Beitrag bleibt ihm verschlossen.

Ein Tafelbild mit einer Menge niedergeschriebener Ideen

8. Interaktivität: Der Auftraggeber kann ergänzend zum Moderator aktiv am Geschehen teilnehmen. Durch Rückfragen an die Teilnehmer und dem Management der Ideen sowie durch Zusammenführen oder Trennen von Eingaben können die Prozesse im laufenden Betrieb gesteuert, neue Impulse verschickt und vor allem den Teilnehmern das Gefühl gegeben werden, tatsächlich etwas beizutragen.

9. Vorauswahl: Der Auftraggeber kann schon im Crowdsourcing-Prozess Bewertungen vornehmen (gerne mit Hilfe des Moderators) und dabei die guten und passenden Ideen vorauswählen. Wird das für alle Teilnehmer sichtbar gemacht, unterstützt diese Vorgehensweise auch die Motivation der Teilnehmer. So oder so profitieren Institut und Auftraggeber von der qualitativen Vorauswahl in den nachfolgenden Auswertungsschritten.

10. Integration: Eine Crowdsourcing-Studie läuft in mehreren Stufen ab, in denen das eigentliche Crowdsourcing nur ein Teil ist. Weitere Schritte sind der vorgelagerte Frage-Workshop (enorm wichtig für adäquate Ergebnisse) und nachgelagerte Ideen-Workshops, in denen verdichtet und konkretisiert wird. In allen Stufen ist der Auftraggeber stark einbezogen und sollte sich auch an den entscheidenden Punkten Fachabteilungen hinzunehmen, die von der Lösungsmöglichkeit betroffen sind.

Crowdsourcing bietet noch mehr Vorteile. Die Methode erlaubt eine völlig neue Herangehensweise an Fragestellungen, die in konkrete Handlungsoptionen münden.

Wir freuen uns schon auf viele weitere Projekte zusammen mit unseren Kunden.

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