Wer plant, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, kennt das: Am liebsten möchte man gleich vor Ort und sich jeden einzelnen Raum anschauen, sich vom Keller bis auf den Dachboden vorarbeiten. Doch das wäre zu aufwendig – nicht nur für den Makler, sondern auch für den Kunden. In der Regel flattert deshalb erst einmal das Exposé ins Haus mit einem auf die Basics reduzierten Grundrissplan. Konkrete Angaben zu Zimmergrößen, der Aufteilung an sich oder auch zum Lichteinfall sind wichtige Faktoren. Ein Grundrissplan verschafft also eine erste Orientierung, zeigt schnell auf, ob’s grob passt oder nicht.

Diese Art »Absteckhilfe« wünscht man sich auch, wenn man auf der Suche nach einem Unternehmen ist, dass verschiedene Dienstleistungen statt eines klar definierten Produkts anbietet.  Leider geben Homepages von Unternehmen jedoch ein recht »statisches« Bild ab. Das heißt: Firma xyz wird von interessierten Geschäftspartnern, Kunden oder auch Bloggern in den Weiten des World Wide Web zwar gefunden, die Person vorm Rechner kann jedoch nur schwer erkennen, was denn der Stand der derzeitigen Aktivitäten des jeweiligen Unternehmens ist. Was fehlt, ist der Blick über die Hochglanzbroschüren-Optik hinaus und ins Innere und auf die Menschen des Unternehmens. Genau da kommt der Corporate Newsroom ins Spiel.

Bündeln statt einfach nur ins Web streuen

Ob Veranstaltungen, die komplette Kommunikation via Social Media, Pressemitteilungen oder auch das Unternehmensblog: Wer es schafft, diese Informationen zu bündeln, verschafft sich einen klaren Vorteil für die Kommunikation übers eigene Unternehmen. Noch immer finden sich mal abgesehen von den großen Firmen meinem Empfinden nach viel zu wenige, die diese Möglichkeit für die eigene digitale Präsentation nach außen ausschöpfen.

Seit unserer Umfirmierung im Januar verfügen auch wir über einen solch »digitalen Schauraum«. Besucher unserer Website erhalten dort einen schnellen Einblick darüber, wo wir gerade oder in naher Zukunft mit Vorträgen unterwegs sind, auf welchen Fachkongressen man uns antreffen und ins Gespräch kommen kann, dort finden sich unsere klassischen Pressemitteilungen genauso wie zum Beispiel unsere Vortragspräsentationen von Fachveranstaltungen zum Nachhalten.

Alle Social Media-Aktivitäten auf einen Blick

Neben dem allgemeinen Newsroom haben wir zudem einen Social Media Newsroom eingerichtet. Dort spiegeln sich derzeit nicht nur die Aktivitäten des Instituts auf Twitter, Facebook und Google+ wider, auch die Kommunikation unserer Geschäftsführerin im Social Web ist mit eingebunden. Auf diese Weise entsteht ein anderes, ganzheitlicheres Bild. Und ganz nebenbei wird der Betrachter dazu angeregt, zum einem unseren Kanälen überhaupt erst einmal zu folgen und zum anderen, Interessantes, das er dort findet, selbst wieder zu teilen. Umgesetzt haben wir die Spiegelung unserer Aktivitäten in den sozialen Netzwerken durch das inzwischen bei vielen Bloggern beliebte Tool RebelMouse, bei dem alle Beiträge aus den integrierten Kanälen »pinterestartig« dargestellt werden.

Die internen Früchte der Informationsbündelung

Aber nicht nur für die gebündelte Außendarstellung eines Unternehmens ist ein Corporate Newsroom oder Social Media Newsroom sinnvoll. Auch firmenintern kann er zu mehr Transparenz verhelfen. So bleibt auch für die Mitarbeiter der unterschiedlichen Abteilungen alles etwas durchsichtiger und überschaubarer, Kollegen können sich einen schnellen Überblick zu fachspezifischen News aus unseren Social-Media-Kanälen verschaffen. Der Social-Media-Newsroom fungiert damit als eine Art digitaler Multiplikator der internen Kommunikation, der durch einfache Einbindung und ohne zusätzliche Arbeit erstellt wird – und ganz obendrein zentral gesammeltes Wissen auch noch kuratiert.

Die Bündelung aller Aktivitäten eines Unternehmens in einem Newsroom und Social Media Newsroom bildet meiner Ansicht nach ein weiteres Element in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Denn wer einen Plan hat, kann Orientierung bieten und sich letztlich besser präsentieren!