Kürzlich kam das Gespräch wieder einmal auf das Thema „Fernseherinnerungen“. Es wurde nach einer TV-Serie aus den 70er-Jahren gesucht, bei welcher der Protagonist seinen Wagen direkt im Wohnzimmer geparkt hatte, dort stand auch ein Hängekorbsessel, in dem meist Blondinen schaukelten. Na? Wissen Sie, von welcher Serie hier die Rede ist? Ja, genau: Vegas!

In diesem Zusammenhang habe ich mich gefragt, warum uns diese Kindheits- und Jugend-Fernseherinnerungen eigentlich soviel Spaß machen, und wir die alten Serien so gerne hervorkramen.

Ich glaube, zumindest bei mir persönlich hat das drei Gründe:

  1. Fernsehzeit war Zeit mit der Familie. Während man die Gespräche mit Erwachsenen nur mäßig spannend fand, war das Fernsehen mit Erwachsenen großartig. Man fühlte sich selbst groß und wichtig und konnte gemeinsam mit Eltern (bei mir Großeltern) lachen und leiden.
  2. Fernsehzeit war gute Zeit. Fernsehen hat von den Sorgen des Alltags abgelenkt, man war entspannt, hatte Spaß, hat sich in Fantasiewelten entführen lassen, die allesamt neu und attraktiv waren. Für mich als Kind/Jugendliche gab es so gut wie keine Wiederholungen. Alles was ich sah, begegnete mir das erste Mal und faszinierte entsprechend.
  3. Serien-Protagonisten gehörten zur Familie. Dadurch, dass man die meisten Serien regelmäßig im Familienkreis sah, entstand so etwas wie eine Bindung an diese Personen: Die Waltons, Ben Cartwright, Starsky & Hutch. Sie alle gehörten im Grunde mit zur Familie, mindestens einmal die Woche.

Heute ändert sich bekanntlich die Mediennutzung, und ich frage mich, ob unsere Kinder auch noch Fernseherinnerungen haben werden, und ob diese genauso wichtig und positiv für sie sein werden, wie sie es heute für mich sind.

Zumindest mit dem Fernsehen in der Familie sieht es ja inzwischen dünn aus: Die meisten Programme werden von den Kids zeitversetzt und interessenorientiert ausgewählt. Überschneidungen mit den TV-Nutzungsgewohnheiten der Eltern gibt es nur noch wenige.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mich an Ihren Fernseherinnerungen teilhaben lassen. Im Gegenzug gebe ich mal ein paar Beispiele für Fernsehserien, die meine Persönlichkeit besonders mit geprägt hat:

Meine ersten Fernseherinnerungen werden von Johnny Weißmüller als Tarzan geprägt (Anfang der 60er, nicht 1936! :-)). Damals geriet ich als Mädchen in eine große Identitätskrise, weil ich definitiv nicht die kreischende Jane sein wollte, sondern lieber der stammelnde Held.

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Ein Highlight späterer Zeiten waren diese beiden:

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Das ist ja auch klar, da bedarf es glaube ich keiner Erklärung … Die Frauen interessierten mich in dieser Serie schon weniger. Ja, und dann kamen die 80er, und da ich immer noch Fan von Krimiserien war …

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Alle anderen peinlichen Erinnerungen (und davon gäbe es noch viele) erzähle ich natürlich hier jetzt nicht! Now, it´s your turn! Die Lieblingsserien aus der Kindheit werden wir dann in einem gesonderten Blogbeitrag zusammenfassen und vorstellen.

Die Blogparade läuft bis zum 16.12.

Bildquelle: CC-BY c.r.avery | flickr.com