5. Teil der Interviewreihe „Social Media Trends 2012“: Karlheinz Eberts und Laura Becker von der Central

Vier Experteninterviews liegen nun hinter uns. Und der Grundtenor lautet: Social Media muss sich weiter professionalisieren, gehört aber auch mehr und mehr zum Unternehmensalltag. Bestehende Präsenzen werden im nächsten Jahr ausgebaut und verbessert.

Wir befinden uns nun auf der Zielgeraden. Im letzten Interview dieser Serie spreche ich mit zwei Mitarbeitern der Central Krankenversicherung: Laura Becker, Marketingreferentin Team Marketing Neue Medien, und Karlheinz Ebert, Teamleiter Marketing Neue Medien.

Christine: Wohin wird sich Social Media aus Eurer Sicht 2012 entwickeln?

Laura Becker und Karlheinz Eberts: Social Media wird seine rasante Entwicklung fortsetzen und weiter an Bedeutung gewinnen. Sowohl soziale Netzwerke als auch Blogs und Foren stellen für viele Nutzer bereits jetzt eine wichtige Informationsquelle, speziell in einer Vor- und Verkaufsphase, dar. Tweets und Posts werden immer mehr die Funktion von News-Feeds übernehmen und somit auch für Unternehmen, u. a. als Service- und Feedbackkanal, relevanter.

Christine: Blogger Richard Gutjahr glaubt eine Facebook-Müdigkeit festzustellen. Könnt Ihr das bestätigen?

Laura Becker und Karlheinz Eberts: Facebook musste dieses Jahr sicherlich einige “Rückschläge” durch Google+ und die Medienberichte zum Thema Datenschutz hinnehmen. Eine Facebook-Müdigkeit sehen wir nicht, jedoch muss auch Facebook etwas tun, um online weiterhin vorne mitspielen zu können. Dabei sollten das Netzwerk die Rechte und Wünsche der Kunden nicht vergessen. Ferner wird die steigende Nutzung von Smartphones die Nutzung sozialer Netzwerke unterstützen.

Christine: Auch Jürgen Vielmeier hat eine interessante These aufgestellt. Seiner Meinung nach wird die Nutzung sozialer Netzwerke zurückgehen, dafür werden aber die privaten Netzwerke mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Was haltet Ihr von dieser Einschätzung?

Laura Becker und Karlheinz Eberts: Soziale Netzwerke haben sich rasant etabliert – nebenbei nimmt auch die Globalisierung stetig zu, und die Welt rückt zusammen. Das greift auch auf die Netzwerke über, so überleben internationale Netzwerke (Facebook, LinkedIn etc.) eher als nationale (die V-Netzwerke). Wir gehen davon aus, dass die Nutzung der verschiednen Netzwerke spezifischer werden wird (Trennung beruflich – privat) und man sein wirklich privates Netz(werk) auch eher für sich (privat) behält. Dennoch stehen Services wie Path erst am Anfang.

Christine: Martin Weigert hat neulich die Leser von netzwertig.com dazu aufgerufen, für ihren Lieblingsonlinedienst aus 2011 abzustimmen. Welche Services haben Euch besonders begeistert?

Laura Becker und Karlheinz Eberts:Services wie Dropbox, Evernote oder Wunderlist sind sehr genial, werden aber auch sehr schnell in der täglichen Anwendung als normal und selbstverständlich eingestuft. Wirklich begeistert sind wir im Rahmen des täglichen Informationskonsums derzeit von der neuen Flipboard iPhone App. Sie bietet die individuelle zusammengestellten Informationen für das iPad jetzt auch sehr nutzerfreundlich für das iPhone “to go” an.

Christine: Wie steht Ihr zu der immer wieder aufkommenden Debatte um die Zukunft der Blogs? Welche Rolle werden private und speziell Corporate Blogs 2012 einnehmen?

Laura Becker und Karlheinz Eberts: Bei Blogs ist die Unbekanntheit der Autoren Fluch und Segen zugleich. Häufig werden so Ansichten bekannt, die man ohne Blogs niemals erfahren hätte. Gleichzeitig fühlt sich dadurch jeder zum Journalisten berufen. Unternehmensblogs mit fundierten Informationen und ohne Werbung haben sicherlich eine gute Chance, sich in diesem Segment eine Position und Gehör zu verschaffen.

Christine: Die central Krankenversicherung ist bereits auf Twitter und Youtube aktiv. Wird sich an dem Social-Media-Setup im kommenden Jahr etwas ändern? Und wenn ja, was und warum? Können Sie ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern?

Laura Becker und Karlheinz Eberts: Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keine Aussage zu den Social-Media-Aktivitäten der Central für 2012 treffen. Wir prüfen derzeit ob und wie wir mit zusätzlichen Kanälen sinnvoll Kunden und Interessen einen Mehrwert anbieten können. Über unsere bestehenden Kanäle werden wir auch im nächsten Jahr weiterhin aktiv sein.

Christine: Vielen Dank für das Interview!

Von | 2011-12-22T08:30:27+00:00 22. Dezember 2011|Kategorien: Social Media|Tags: , , , , , , , |

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