5 Schritte für mehr Sichtbarkeit im Social Web

Die gute Nachricht: Social Media sei Dank sind wir jetzt alle digital und können unsere Botschaften aussenden in die Welt. Die weniger gute Nachricht: Gelesen, gehört oder gesehen wird nur, wer es auch schafft, im Social Web Netzwerke zu bilden. Denn erst dann entsteht Sichtbarkeit. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung zu meinem Vortrag beim diesjährigen e-Marketingday Rheinland.

Früher verfügten lediglich Medienhäuser und große Unternehmen über die technischen Voraussetzungen, viele Menschen zu erreichen. Heute sind wir alle – zumindest theoretisch – in der Lage, unsere Botschaft zu senden. Während sich unsere Mediennutzung zunehmend individualisiert, erwarten wir gleichzeitig, dass alle zuhören, wenn wir etwas zu sagen haben. Und dann sind wir enttäuscht, wenn es nicht so ist. Macht das Senden auf Facebook, Twitter und Co. also überhaupt Sinn? Hört, sieht oder liest mich überhaupt jemand?

Ich finde: Ja, es macht Sinn! Aber nur dann, wenn wir verstehen, dass soziale Netzwerke vor allem eines sind: Netzwerke – und die funktionieren durch das Knüpfen von Verbindungen.

Musste ich früher noch »systematisch Kaffee trinken gehen«, um mein Netzwerk zu pflegen, kann ich heute mit wenigen Klicks meine Kontakte erreichen. Gleiches gilt für Unternehmen und ihre Kunden. Viel zu viele Unternehmen reden dabei aber nur von sich selbst und vergessen, dass ein Netzwerk keine Einbahnstraße ist. Denn Social Media nutzen heißt vor allem Dialog führen. Im Folgenden deshalb fünf Tipps, wie Sie im Social Web sichtbarer werden.

1. Erst zuhören, dann reden

Social Media Manager versuchen immer noch viel zu häufig, auf die Schnelle aus Pressemitteilungen, Produktinformationen und unternehmensspezifischen Neuigkeiten Beiträge für Facebook, Twitter und Co. zu generieren. Doch statt sich durch einen riesigen Berg interner Informationen zu wühlen, sollten sie sich stattdessen die Zeit nehmen und zunächst einmal den Blick nach draußen wagen. Denn: Nur wer weiß, was die Kunden da draußen gerade umtreibt, kann auch mit ihnen in den Austausch kommen. Finden Sie also heraus, was die Menschen gerade beschäftigt. Informieren Sie sich, was in der Welt passiert – überregional, aber vor allem lokal und branchenspezifisch. Binden Sie Ihr neu gewonnenes Wissen anschließend in Ihre Arbeit auf den sozialen Netzwerken ein und stellen Sie im Dialog mit Ihrem Publikum Bezüge her.

2. Freunde suchen und unterstützen

Wir alle haben ein Netzwerk und damit auch potenzielle Fans, Follower und digitale Freunde. Da sind natürlich die Stammkunden, die wir bereits von uns überzeugt haben. Da sind die Mitarbeiter, die jeden Tag mit uns an der Unternehmensvision arbeiten. Auf institutioneller Ebene kommen aber auch Partnerunternehmen und Zulieferer hinzu – gleichgesinnte Unternehmen mit ähnlicher Philosophie – sowie Unternehmen aus der Region, mit denen man ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis pflegt.

Die Frage, die Sie bei Ihrer Arbeit in den Social Networks antreibt, sollte nicht sein „Wie verkaufe ich mehr?“, sie muss lauten „Wie kann ich wertschätzen und unterstützen?“. Wenn also andere etwas machen, das Sie gut finden, dann unterstützen Sie das doch, weisen Sie Ihr Netzwerk darauf hin!

Drei Etagen tiefer probt gerade hochkonzentriert das Bundesjugendorchester. Das Konzert ist morgen (21.04.2017) in Köln – und es gibt noch Tickets. https://www.facebook.com/events/1863238537295461/

Posted by WDR 3 on Donnerstag, 20. April 2017

3. Beziehungen zu Multiplikatoren aufbauen

Nachdem Sie Ihr vorhandenes Netzwerk aktiviert haben, wird es Zeit, neue Kontakte zu knüpfen. Überlegen Sie sich also, wen Sie kennenlernen möchten. Identifizieren Sie interessante Menschen, die über spannende Themen sprechen. Schauen Sie dann, wo Sie diese Menschen unterstützen können. Teilen Sie Ihre Inhalte, stellen Sie Ihnen andere Personen vor, führen Sie ein Interview mit Ihnen auf Ihrem Corporate Blog. Schließlich heißt es »geben und nehmen«, nicht »nehmen und geben«.

4. Feste Partnerschaften bilden

Wenn die ersten losen Verbindungen geknüpft sind, geht es darum, diese zu festigen. Intensivieren Sie den Austausch und forcieren Sie gemeinsame Ziele. Partnerschaften sind ein ideales Werkzeug, um auch mit begrenztem Budget und eingeschränkten personellen Ressourcen die eigene Sichtbarkeit und Reichweite zu stärken. Auch hier gilt: Der Dialog zwischen den Partnern steht im Mittelpunkt der Unternehmung.

#VERBORGENEORTE #KOELNKULTURWir haben uns in schwindelerregende Höhe begeben, um unseren geheimen Ort zu präsentieren….

Posted by Kölnisches Stadtmuseum on Mittwoch, 30. November 2016

5. Reichweite kaufen

Wer sich die Arbeit macht, gute Inhalt zu erstellen, sollte diese auch über den bisherigen Netzwerkkreis hinaus an die User bringen. Nur auf Basis organischer Reichweite werden Sie dauerhaft – vor allem auf Facebook – weniger Menschen als möglich erreichen können. Deshalb definieren Sie Ihre Zielgruppen genau und setzen Sie zumindest ein kleines Werbebudget ein, damit Ihre Inhalte diese auch erreichen.

Von | 2017-05-24T11:39:26+00:00 24. Mai 2017|Kategorien: Agentur, Allgemein, Beratung, Kommunikation, Social Media Marketing|

Über den Autor:

Sabine Haas
Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema "Digitaler Wandel/Medienwandel".

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