10 Social-Media-Tipps für Unternehmen – mal etwas anders

Sehr oft lese ich in Tipp-Listen zum Thema Social Media Dinge wie „Sei transparent“, „Geh’ offen mit Kritik um“ oder Ähnliches. Ich möchte an dieser Stelle einen Schritt früher ansetzen, nämlich bei der Entscheidung, ob und wie ich mich in das soziale Netz begebe. Folgende Tipps gehören für mich in den Mittelpunkt:

  1. Stelle Dir die Frage nach dem „Warum“ und beantworte Sie auch! (Die Antwort „Weil das alles machen“ gilt ebenso wenig wie die Antwort „Das muss man doch heutzutage einfach tun“.)
  2. Definiere genau, welche Menschen Du in erster Linie erreichen willst! (Die Antwort „Na, die Jungen!“ gilt genauso wenig wie die Antwort „Alle, die uns mögen“.)
  3. Prüfe, ob Du eine Chance hast, Sie auf der anvisierten Plattform zu erreichen! (Wenn ich Neukunden will, kann ich von ihnen nicht erwarten, dass Sie aktiv mein „Fan“ auf Facebook werden.)
  4. Überlege Dir vorher, was Du erzählen willst! (Eine bloße Zweitverwertung von Inhalten auf den Plattformen ist genauso unzureichend wie ein allgemeines „Wir-sind-alle-Freunde-Blabla“.)
  5. Setze Ziele, die messbar sind und über Follower-Zahlen hinausgehen! (Tausende von Fans/Followern bringen erst einmal nix außer viel Arbeit – Es sei denn, sie unterstützen Dich wirklich bei Deinen Marketing-Zielen.)
  6. Stelle ein Budget für das Community-Management ein! (Die Lösung „Das machen wir nebenher“ gilt ebenso wenig wie „Das machen die Nutzer doch ganz von alleine“.)
  7. Überlege Dir vorher, wie viel Dialog Du verkraften kannst und wie viele Fragen/Kommentare unbeantwortet bleiben können! (Dabei solltest Du die Entwicklung der Nutzerzahlen in den nächsten drei bis fünf Jahren mit einbeziehen.)
  8. Schau Dir die Plattformen einzeln und differenziert an! (Eine Alles-oder-nichts-Strategie ist Blödsinn. Man sollte mit Sinn und Verstand auswählen, wo man dabei sein möchte.)
  9. Mach Marktforschung zum Erfolg Deiner Plattformen! (Auch wenn Du viele Fans/Follower hast, heißt das nicht, dass denen alles gefällt, was Du versendest. Frag nach, wo Du besser werden kannst!)
  10. Hör auf, wenn es sich als nicht machbar erweist, die Ziele zu erreichen! (Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende.)
By | 2010-11-29T14:39:58+00:00 29. November 2010|Categories: Internet, Kommunikation, Marke, Medienforschung|Tags: , , |

Über den Autor:

Sabine Haas
Sie gründete 1994 das result Markt- und Medienforschungsinstitut, 2007 folgte eine Webagentur, im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Beratung. Als Kennerin der alten wie auch Neuen Medien gehört sie zu den gern gesehenen Speakerinnen bei Fachveranstaltungen & Kongressen rund um das Thema "Digitaler Wandel/Medienwandel".

Ein Kommentar

  1. Florian Blaschke 30. November 2010 um 16:44 Uhr

    Vor allem den Punkt, sich zu überlegen, wie viel Dialog man verkraften kann und wie viele Fragen/Kommentare unbeantwortet bleiben können, finde ich äußerst wichtig. Sonst endet man so wie einige Firmen, die versuchen, jede Anfrage persönlich zu beantworten, obwohl das bei mehreren 10.000 Fans/Followern schon gar nicht mehr möglich ist. Einen Punkt würde ich allerdings noch hinzufügen: Stelle Dir die Frage, wer es macht. Social Media ist auch eine Personalfrage, denke ich.

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