Nichts ahnend saß ich am Mittwochabend auf meinem Sofa, als folgender Tweet von Guido Bülow, Social-Media-Manager beim SWR, in der Timeline auftauchte: „@gutjahr Hast du schon gesehen, der @Tatort ist nun auch auf @twitter_de aktiv. […]“ Und ich frage mich … Weiterlesen

Ja. Die Medienlandschaft hat sich verändert. Und ja. Sie ist deutlich komplexer geworden. Die Verbreitungswege klassischer Medien nehmen rasant zu, die Mediennutzungssituationen werden vielfältiger, das Angebot an Unterhaltung und Information ist horrend gestiegen. Trotzdem. Diese Entwicklungen gibt es nicht erst … Weiterlesen

Psychologische Einzelinterviews

result_infografik_einzelexplorationenPsychologische Einzelexplorationen ermöglichen den Zugang zu Wahrnehmungen, Werthaltungen, Zuschreibungen jenseits von Rationalität, Rechtfertigungszwang und sozialer Erwünschtheit. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, nicht bewusste Motive und Einstellungen aufzudecken.

Der konsequente Einsatz von assoziativen Verfahren (Wort und Bild), Laddering und projektiven Techniken (Analogie, Personifizierung etc.) und anderer spezieller Fragetechniken (z.B. Rekapitulation, Spiegeln, lautes Denken etc.) vermittelt Einsichten, die sich einer direkten Befragung entziehen. Zudem können – anders als bei gruppendynamischen Erhebungsmethoden – auch »heikle« oder tabuisierte Themen angesprochen werden.

Auf der Basis eines Gesprächsleitfadens explorieren psychologisch geschulte, supervidierte Interviewer den Forschungsgegenstand. Durch die offene Gesprächsführung kann der Interviewer flexibel auf den Probanden reagieren und engt ihn nicht mit vorgegebenen Frage- und Antwortkategorien ein.

Praktische Fragestellungen erfordern häufig die Kombination unterschiedlicher Interviewtypen. Der Wert eines Interviews bemisst sich vor allem an der Fähigkeit des Explorators, den Respondenten „im Erleben“ zu halten.

Interviewtypen:

Biografisches/Ethnografisches Interview:

  • Findet in der unmittelbaren Privatsphäre des Probanden statt
  • Befragungsart eröffnet Zugang zur sozialen Wirklichkeit des Probanden.
  • Ergebnisse Berücksichtigen: Umfeld, Lebensgeschichte, Entwicklung sowie konkret beobachtbare Handlungsweisen des Probanden.
  • Spezielle Fragetechniken, Beobachtungen und Tagebuchstudien spielen eine entscheidene Rolle.

Narratives Interview:

  • Befragter soll frei zum Untersuchungsgegenstand erzählen um Orientierungsmuster des Handelns frei zu legen.
  • Ziel: Zusatzinformationen zum Befragten erhalten, die dessen Einstellung zum Untersuchungsgegenstand erhellen können.
  • Es werden möglichst wenig Fragen gestellt; Proband soll von sich aus erzählen.
  • Interviewer fungiert als Stichwortgeber.

Problemzentriertes Interview:

  • Im Fokus stehen: Wahrnehmungen, Reflexionen zu einem bestimmten Thema (Problem).
  • Varriante des narrativem Interview; Lebenswelt des Brefragten wird einbezogen, ist im Ablauf jedoch deutlich strukturierter.
  • Zielt auf möglichst unvoreingenommene Erfassung individueller Handlungen und subjektiver Warnehmungen und Verarbeitungsweisen ab.