Nichts ahnend saß ich am Mittwochabend auf meinem Sofa, als folgender Tweet von Guido Bülow, Social-Media-Manager beim SWR, in der Timeline auftauchte: „@gutjahr Hast du schon gesehen, der @Tatort ist nun auch auf @twitter_de aktiv. […]“ Und ich frage mich … Weiterlesen
Ja. Die Medienlandschaft hat sich verändert. Und ja. Sie ist deutlich komplexer geworden. Die Verbreitungswege klassischer Medien nehmen rasant zu, die Mediennutzungssituationen werden vielfältiger, das Angebot an Unterhaltung und Information ist horrend gestiegen. Trotzdem. Diese Entwicklungen gibt es nicht erst … Weiterlesen
Studie von Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu “Persönlichkeit 2.0″
Heute möchten wir Ihnen gerne eine interessante Studie zu “Persönlichkeit 2.0: Was offenbaren studieVZ-Profile über ihre Besitzer?” vorstellen, die von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz herausgebracht wurde.
Die Studie greift die Frage auf, ob Soziale Netzwerke wie studieVZ/meinVZ oder Facebook nur dazu genutzt werden, um eine idealisierte virtuelle Identität zu kreieren. Die neusten Ergebnisse der Psychologen Mitja Back, Juliane Stopfer und Boris Egloff von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeigen aber, dass Online-Profile überraschend ehrlich sind:
Persönlichkeit 2.0: Was offenbaren studiVZ-Profile über ihre Besitzer?
Studie der Abteilung Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik untersucht „Persönlichkeit und soziale Wahrnehmung in Online Social Networks“
Soziale Netzwerke wie studiVZ/meinVZ oder Facebook verleihen der eigenen Persönlichkeit Ausdruck und werden nicht genutzt, um eine idealisierte virtuelle Identität zu kreieren. Das zeigen neueste Ergebnisse der Psychologen Mitja Back, Juliane Stopfer und Boris Egloff von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. „Die Ergebnisse haben uns selbst überrascht, weil sie der weitverbreiteten Meinung widersprechen, dass Online-Profile nur dazu verwendet werden, ein Ideal der eigenen Person zu präsentieren“, sagt Back. „Online-Profile vermitteln tatsächlich ein sehr genaues Bild der Profilinhaber.“
In Kooperation mit deutschen und amerikanischen Kollegen untersuchten die Mainzer Psychologen insgesamt 236 deutsche (studiVZ/meinVZ) und US-amerikanische (Facebook) Nutzerprofile. Mit Fragebögen wurden die tatsächlichen Persönlichkeitseigenschaften der Profilbesitzer sowie ihre idealisierten Selbstbilder (d.h. die Vorstellungen davon, wie sie gerne wären) erhoben. Als Persönlichkeitseigenschaften wurden die sogenannten Big Five erfasst: Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus und Offenheit für Erfahrungen. Anschließend sahen fremde Beurteiler die Nutzerprofile und gaben ihren Persönlichkeitseindruck an. Die Fremdurteile wurden dann mit der tatsächlichen Persönlichkeit sowie dem Selbstideal der Profilbesitzer verglichen. Es zeigt sich, dass die spontanen Eindrücke der fremden Beurteiler mit den tatsächlichen Eigenschaften der Profilbesitzer übereinstimmen und nicht durch deren Selbstidealisierung verfälscht werden.
Die Studie bestätigt den wichtigen Einfluss der Persönlichkeit auf unser alltägliches Leben: „Ob es nun unsere Sprache, unsere Kleidung, unser Verhalten, unsere E-Mail-Adresse, unser Büro oder Schlafzimmer, unser Musikgeschmack oder unser Online-Profil ist – überall spiegelt sich unsere Persönlichkeit wider“, so Back. Die aktuellen Ergebnisse sprechen dafür, dass sich Online-Profile wegen der Vielzahl an persönlichen Informationen und Handlungsoptionen besonders gut eignen, die eigene Persönlichkeit auszudrücken.
„Da ist es nicht verwunderlich, dass sich soziale Netzwerke solcher Beliebtheit erfreuen“, resümiert Back. „Zum einen können die Nutzer einander informieren, wer sie sind. Damit kommen sie dem Bedürfnis nach, von anderen wahrgenommen zu werden. Zum anderen verlassen sich Nutzer sozialer Netzwerke auf die Informationen, die sie fremden Profilen entnehmen. Das fördert das Vertrauen in solche Online-Netzwerke und begünstigt deren Nutzung für soziale Interaktionen.“ Derzeit nutzen weltweit mehr als 700 Millionen Menschen Online-Netzwerke zum Kommunizieren und Kontakteknüpfen.
Die Ergebnisse werden in der Fachzeitschrift Psychological Science veröffentlicht. Neben Mitja Back, Juliane Stopfer und Boris Egloff von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz waren Stefan Schmukle (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Simine Vazire (Washington University in St. Louis), Sam Gosling und Sam Gaddis (University of Texas at Austin) an der Studie beteiligt.
————————————————————————————-
Die ausführliche Studie in englischer Sprache finden Sie hier:
Die aktuelle Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden Sie hier zum Download.
Einen Kurzbericht der Studie in englischer Sprache können Sie sich hier herunterladen.
Für eine automatische Zusendung des Artikels klicken Sie bitte hier.
Das offene bzw. qualitative Telefoninterview ist eine kostengünstige Alternative zum halbstandardisierten Interview. Es bietet sich vor allem im B2B-Bereich an, wenn es z.B. schwierig ist, die Zielgruppe ohne größeren zeitlichen Aufwand zu erreichen….
Schriftliche Befragungen (self administered survey) eignen sich ebenfalls für eine große Stichprobe.
Sie sind im Vergleich zu anderen Erhebungsmethoden entschieden kostengünstiger, zumal der logistische Aufwand (keine Interviewer) ausgesprochen gering ist.
Schriftliche Befragungen …
Psychologische Einzelexplorationen ermöglichen den Zugang zu Wahrnehmungen, Werthaltungen, Zuschreibungen jenseits von Rationalität, Rechtfertigungszwang und sozialer Erwünschtheit. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, nicht bewusste Motive und Einstellungen aufzudecken.
Der konsequente …
“Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.”
In Zeiten schnellen Wandels und grundlegender Umbrüche müssen Unternehmen sich schon heute auf die Märkte von morgen einstellen. Um den Blick zu schärfen und die eigenen Zukunftsprognosen zu unterstützen bietet result …